RFC 1130 – IAB official protocol standards
Überholt: ersetzt durch RFC 1140.
| Status | Historic |
|---|---|
| Veröffentlicht | Oktober 1989 |
| Ersetzt | RFC 1100 |
| Volltext | rfc-editor.org/rfc/rfc1130 |
RFC 1130 definiert den damaligen Standardisierungsprozess der Internet Protocol Suite und listet die offiziellen Protokollstandards des Internet Activities Board (IAB) auf. Es beschreibt die Zuständigkeiten des IAB und der Internet Engineering Task Force (IETF) sowie die Rolle der Internet Engineering Steering Group (IESG) bei der Überprüfung von Protokollvorschlägen. Ziel ist die Koordination der Protokollentwicklung angesichts der zunehmenden kommerziellen Nutzung des Internets.
Der Kern des Standardisierungsprozesses durchläuft mehrere Phasen: Ein Protokoll wird zunächst als "proposed standard" veröffentlicht, durch Implementierungen getestet und dann als "draft standard" der gesamten Internet-Community zur Prüfung vorgelegt. Nach einer Mindestfrist von sechs Monaten ohne schwerwiegende Einwände kann es zum offiziellen "Internet Standard" erklärt werden. Zusätzlich zum Status wird jedem Protokoll eine Verbindlichkeit zugewiesen: "required" für zwingend zu implementierende Protokolle wie IP, "recommended" oder "elective" für optionale sowie "not recommended" für experimentelle oder historische Protokolle.
RFC 1130 erlangte historische Bedeutung als vierteljährlich aktualisierte Referenz für den damaligen Standardisierungsrahmen. Es obsoletierte die Vorgänger RFCs 1100 und 1083 und etablierte grundlegende Prinzipien wie die strikte Trennung von RFC-Nummern und Protokollversionen sowie das Verfahren zur Statuszuweisung. Obwohl durch spätere RFCs abgelöst, dokumentiert es die frühe formelle Strukturierung des Internet-Standardisierungsprozesses.