RFC 2046 – Multipurpose Internet Mail Extensions (MIME) Part Two: Media Types
| Status | Draft Standard |
|---|---|
| Veröffentlicht | November 1996 |
| Ersetzt | RFC 1521, RFC 1522, RFC 1590 |
| Volltext | rfc-editor.org/rfc/rfc2046 |
RFC 2046 definiert die allgemeine Struktur des MIME-Medietypsystems und legt einen initialen Satz von Medientypen fest. Es beschreibt die Funktionsweise des Content-Type-Headers, der aus einem Top-Level-Medientyp (z. B. text, image, audio, video, application) und einem Subtyp besteht. Parameter modifizieren die Subtypen, ohne den grundlegenden Charakter des Inhalts zu ändern. Die fünf diskreten Top-Level-Typen umfassen unter anderem text/plain für unformatierten Text und application/octet-stream für binäre Daten unbekannter Formate.
Den Kern des RFCs bilden die Definitionen der sieben initialen Top-Level-Medientypen. Zu den diskreten Typen zählen text, image, audio, video und application, während multipart und message als zusammengesetzte Typen fungieren. Bei multipart können mehrere unabhängige Datenteile in einer Nachricht kombiniert werden, etwa mit den Subtypen mixed, alternative oder digest. Der message-Typ erlaubt die Kapselung ganzer Nachrichten oder externer Verweise, etwa mit rfc822, partial und external-body. Für jeden Typ spezifiziert das Dokument konkrete Parameter, wie charset bei text, sowie Regeln zur Behandlung unbekannter Subtypen.
Historisch bildet RFC 2046 die Grundlage für die Erweiterbarkeit von E-Mail-Inhalten über den reinen US-ASCII-Text hinaus. Es etabliert ein strukturiertes Registrierungsverfahren über die IANA für neue Medientypen und Subtypen, das bis heute für alle Internet-Kommunikationsdienste verbindlich ist. Die Definitionen dieses Standards sind nicht auf E-Mail beschränkt, sondern bilden die Basis für Content-Typ-Angaben in HTTP und anderen Protokollen.