RFC 2682 – Performance Issues in VC-Merge Capable ATM LSRs

StatusInformational
VeröffentlichtSeptember 1999
Volltextrfc-editor.org/rfc/rfc2682

RFC 2682 untersucht die Leistungsaspekte des VC-Merging in ATM-basierten Label Switching Routern (LSR). VC-Merging ist ein Verfahren, bei dem mehrere eingehende ATM-VCs (Virtual Circuits), die für dasselbe Ziel bestimmt sind, auf einen einzigen ausgehenden VC abgebildet werden. Dies reduziert die Anzahl der benötigten VC-Label im Kernnetz erheblich und verbessert so die Skalierbarkeit im Vergleich zu nicht-merge-fähigen Ansätzen. Die Kernherausforderung besteht darin, dass Zellen verschiedener IP-Pakete, die auf denselben VC gemultiplext werden, nicht vermischt werden dürfen, da sonst der Empfänger die Paketgrenzen nicht mehr erkennen kann.

Um dies zu verhindern, setzt ein VC-Merge-fähiger Switch Reassembly-Puffer (RBs) am Ausgang ein. Jeder eingehende VC erhält einen eigenen logischen Puffer. Eine Zelle wird solange in ihrem RB zwischengespeichert, bis die letzte Zelle des Pakets (das End-of-Packet-Bit in AAL5) eintrifft. Erst dann wird das vollständige Paket atomar in den Ausgangspuffer zur Übertragung überführt. Der Switch arbeitet auf Zellebene, die Zusammenführung erfolgt erst auf Paketebene im Ausgangsmodul.

Die Analyse und Simulation in diesem RFC zeigt, dass die zusätzliche Pufferanforderung durch VC-Merging minimal ist. Der Overhead sinkt sogar mit steigender Auslastung oder zunehmender Burstigkeit des Datenverkehrs. Das Dokument widerlegt damit die Bedenken, dass VC-Merging aufgrund übermäßiger Pufferanforderungen für die Praxis ungeeignet sei, und untermauert die damalige Eignung von VC-Merging als skalierbaren Kernmechanismus für MPLS auf ATM-Basis.