RFC 3239 – Internet Printing Protocol (IPP): Requirements for Job, Printer, and Device Administrative Operations
| Status | Informational |
|---|---|
| Veröffentlicht | Februar 2002 |
| Volltext | rfc-editor.org/rfc/rfc3239 |
RFC 3239 spezifiziert die Anforderungen und Nutzungsszenarien für optionale administrative Operationen des Internet Printing Protocol (IPP) in den Versionen 1.0 und 1.1. Diese Operationen dienen der Steuerung von Job- und Printer-Objekten sowie eines neu eingeführten Device-Objekts, das ein einzelnes physisches Ausgabegerät modelliert. Im Gegensatz zum Printer-Objekt, das einen Druckservice mit Job-Verwaltung abbildet, besitzt das Device-Objekt kein Job-Konzept. Ziel ist es, die im ursprünglichen IPP 1.1 enthaltene Basis an Administrationsfunktionen zu erweitern und klar zwischen Eingriffen auf der logischen Druckerschnittstelle und solchen auf dem physischen Gerät zu unterscheiden.
Der Kern der Spezifikation besteht in der Definition paralleler Operationen für Printer- und Device-Objekte. So wird beispielsweise eine Printer-Operation zum Deaktivieren der Job-Annahme (Disable-Printer) von einer Device-Operation getrennt, die das physische Gerät für alle Protokolle sperrt (Disable-Device). Ähnlich verhält es sich mit Pause- und Resume-Funktionen, die entweder nach dem aktuellen Job oder sofort (Not-Stopp) greifen. Die Dokumentation legt Wert auf Klarheit: Statt konfigurierbarer Operationsattribute werden separate, abfragbare Operationen definiert, sodass ein Client über das Attribut "operations-supported" die Fähigkeiten eines Printers einfach ermitteln kann.
Historisch adressiert RFC 3239 eine Lücke in den frühen IPP-Versionen, die vorrangig auf Endanwender-Funktionalität ausgerichtet waren. Es bereitet die Definition konkreter administrativer Operationen in Folge-RFCs vor, bleibt aber selbst als informatives Dokument auf Anforderungsebene. Die vorgeschlagenen Mechanismen wie Fan-Out (ein Printer steuert mehrere Geräte oder Unter- Printer) und Fan-In (mehrere Printer teilen sich ein Gerät) sollten die Skalierbarkeit von IPP-basierten Drucksystemen in komplexeren Umgebungen verbessern.