RFC 3626 – Optimized Link State Routing Protocol (OLSR)
| Status | Experimental |
|---|---|
| Veröffentlicht | Oktober 2003 |
| Volltext | rfc-editor.org/rfc/rfc3626 |
RFC 3626 spezifiziert das Optimized Link State Routing (OLSR) Protokoll für mobile Ad-hoc-Netzwerke (MANETs). Das Protokoll optimiert das klassische Link-State-Verfahren durch die Einführung von Multipoint Relays (MPRs). MPRs sind ausgewählte Knoten, die Broadcast-Nachrichten während des Flutungsprozesses weiterleiten. Dies reduziert die Nachrichtenüberlastung erheblich im Vergleich zu klassischem Flooding, bei dem jeder Knoten jede Nachricht beim ersten Empfang erneut sendet.
Der Kern des Protokolls besteht aus mehreren Optimierungen. Erstens wird Link-State-Information nur von Knoten generiert, die als MPRs gewählt wurden. Zweitens können MPR-Knoten wählen, nur Verbindungen zwischen sich selbst und ihren MPR-Selectoren zu melden, wodurch nur partielle Link-State-Informationen im Netzwerk verteilt werden. Das Protokoll verwendet HELLO-Nachrichten zur Erkennung von Nachbarn und Topologie-Kontroll-Nachrichten (TC) zur Verbreitung von Topologieinformationen. Die Routenberechnung erfolgt auf Basis dieser Informationen und liefert optimale Pfade hinsichtlich der Anzahl der Hops.
Das Protokoll ist besonders für große und dichte Netzwerke geeignet, da die MPR-Technik in solchen Umgebungen effizient arbeitet. Historisch gesehen war OLSR eines der ersten standardisierten Routing-Protokolle für MANETs und hatte experimentellen Status. Es beeinflusste die Entwicklung späterer MANET-Protokolle und findet auch heute noch Anwendung in bestimmten drahtlosen Netzwerkszenarien, obwohl es durch neuere Protokolle wie OLSRv2 abgelöst wurde.