RFC 4210 – Internet X.509 Public Key Infrastructure Certificate Management Protocol (CMP)

Überholt: ersetzt durch RFC 9810.

StatusProposed Standard
VeröffentlichtSeptember 2005
ErsetztRFC 2510
Volltextrfc-editor.org/rfc/rfc4210

RFC 4210 spezifiziert das Certificate Management Protocol (CMP) für die Internet X.509 Public Key Infrastructure (PKI). Es definiert die nachrichtenbasierte Interaktion zwischen PKI-Komponenten, insbesondere zwischen einer Zertifizierungsstelle (CA) und einem Endsystem (End Entity), zur Erstellung und Verwaltung von X.509v3-Zertifikaten. Das Protokoll deckt den gesamten Lebenszyklus eines Zertifikats ab, inklusive Initialisierung, Zertifikatsanforderung, Schlüsselaktualisierung, Schlüsselwiederherstellung, Widerruf und die Verteilung von Sperrlisten (CRLs).

Im Kern verwendet CMP strukturierte Nachrichten, die aus einem Header und einem Body bestehen, wobei die Nachrichten durch Signaturen, Shared Secrets oder Diffie-Hellman-Schlüssel gesichert werden können. Zentrale Mechanismen sind der Proof-of-Possession (PoP), bei dem ein Endsystem nachweist, dass es im Besitz des privaten Schlüssels ist, sowie Verfahren zur Initialisierung und zum Schlüsselupdate von Root-CAs. Die Spezifikation beschreibt sowohl obligatorische als auch optionale Abläufe, darunter zentralisierte und authentifizierte Registrierungsschemata.

Historisch löst RFC 4210 das ältere RFC 2510 ab und etabliert CMP als standardisiertes Protokoll für PKI-Management im Internet. Es ist aktuell von zentraler Bedeutung für moderne PKI-Systeme, insbesondere in Umgebungen, die automatisierte und skalierbare Zertifikatsverwaltung erfordern, wie etwa in Unternehmensnetzen und für die Absicherung von Kommunikationsinfrastrukturen.

Im Lexikon