RFC 6592 – The Null Packet

StatusInformational
VeröffentlichtApril 2012
Volltextrfc-editor.org/rfc/rfc6592

RFC 6592 definiert das Konzept des Null-Pakets, eines Pakets ohne Dimensionen, das zwar in zahlreichen RFCs erwähnt, aber nie formal spezifiziert wurde. Die formale Definition befindet sich in einem absichtlich leeren Abschnitt (Section 2.1), der auf die Nullreferenz [NULL] verweist. Ein Null-Paket hat keinen Protokollbezeichner, da selbst der Wert 0x0 oder 0x0000 seine Nichtexistenz aufheben würde. Es unterscheidet sich grundlegend von anderen Konstrukten wie dem IPv6 Next Header 59 (No Next Header) oder imaginären Paketen mit fiktiven IP-Versionen.

Der Kern des Null-Pakets liegt in seiner vollständigen Abwesenheit von Inhalt und Auswirkung: Es wird weder gesendet noch bestätigt, erhöht nicht die Bitrate einer Datenverbindung und kann nicht verworfen werden, da es nicht existiert. Historisch wurde es erstmals im Kontext von TCP/IP-Header-Kompression (RFC 1144) erwähnt, wo fehlende Antworten als "null packet" beschrieben wurden. Im MPLS-Umfeld wäre das Implicit NULL Label die einzig passende Kennzeichnung, das jedoch nie in der Kapselung erscheint.

Dieser humoristische Aprilscherz-RFC aus dem Jahr 2012 parodiert die Tendenz, schwer greifbare Konzepte formal zu definieren. Er spielt mit Paradoxien wie der Unmöglichkeit, Null-Pakete zu filtern, und der sinnentleerten Sicherheitsbetrachtung. Die IANA wird ausdrücklich gebeten, kein leeres Registry für das Null-Paket anzulegen.