Sicherheit
Sicherheit in Netzen lässt sich auf drei Ziele zurückführen: Vertraulichkeit, damit Unbefugte nicht mitlesen; Integrität, damit Daten unverändert ankommen; Verfügbarkeit, damit der Dienst erreichbar bleibt. Fast jeder Begriff dieser Kategorie lässt sich einem dieser Ziele oder ihrer Verletzung zuordnen.
Die Kryptographie liefert die Bausteine. Symmetrische Verfahren wie Blowfish, IDEA oder Rijndael, das als AES standardisiert wurde, arbeiten mit einem gemeinsamen Schlüssel und sind schnell. Asymmetrische Verfahren wie RSA oder Diffie-Hellman lösen das Problem, wie zwei Parteien überhaupt zu einem gemeinsamen Geheimnis kommen. Hashfunktionen wie MD5 sichern Integrität — wobei MD5 als gebrochen gilt und nur noch historisch von Interesse ist. Das Kerckhoffs-Prinzip formuliert die Grundregel: Die Sicherheit muss im Schlüssel liegen, nicht in der Geheimhaltung des Verfahrens. Das Gegenteil davon heißt Security through Obscurity und trägt seinen abwertenden Klang zu Recht.
Bei den Angriffen unterscheidet man technische Verfahren wie ARP-Spoofing, SYN-Flooding oder verteilte Überlastangriffe von Ansätzen, die auf Menschen zielen — Phishing und Pharming führen Anwender auf gefälschte Gegenstellen.
Bei den Schutzmechanismen filtern Firewalls den Verkehr, wobei zustandsbehaftete Prüfung den Zusammenhang eines Verbindungsaufbaus mitverfolgt. Angriffserkennung meldet Auffälligkeiten, Angriffsabwehr greift zusätzlich ein. TLS sichert Transportwege, X.509-Zertifikate begründen dabei das Vertrauen in die Gegenstelle.
Schließlich sorgt die Schwachstellenverwaltung für gemeinsame Bezeichner: Eine CVE-Nummer benennt eine konkrete Lücke eindeutig und ist die Voraussetzung dafür, dass Hersteller, Betreiber und Sicherheitsforscher über dasselbe reden.
- Advanced Encryption Standard (AES) Der Advanced Encryption Standard ist das symmetrische Verschlüsselungsverfahren, das heute den Großteil des verschlüsselten Datenverkehrs trägt.
- ARP Poisoning ARP Poisoning ist eine Technik für Man in the Middle Attacken in geswitchten Netzwerken, bei der der ARP-Cache des Opfers durch gefälschte ARP-Packete vergiftet wird, um Daten zum Angreifer umzuleiten.
- ARP Spoofing ARP Spoofing, auch ARP Poisoning genannt, beschreibt eine Angriffsmethode im lokalen Netzwerk, bei der gefälschte ARP-Antworten gesendet werden, um den Datenverkehr umzuleiten oder abzuhören.
- Backdoor Eine Backdoor (Hintertür) in der IT ist ein versteckter Zugang zu einem System oder Programm, der von Herstellern oder über Trojaner eingebracht wird und Angreifern Zugriff oder Fernsteuerung ermöglicht.
- Bastion Host Ein Bastion Host ist ein direkt mit dem Internet verbundener Rechner, der das interne Netz wie eine Festung vor Angriffen schützt. Auf ihm laufen nur die unbedingt benötigten Dienste.
- Blowfish Blowfish ist ein 1993 von Bruce Schneier entwickeltes symmetrisches Verschlüsselungsverfahren mit variabler Schlüssellänge von 32 bis 448 Bit und ist frei verfügbar.
- Brute Force Brute Force bezeichnet in der Informatik das Durchprobieren aller Codes, etwa bei einer Attacke auf ein Passwort. Moderne Verfahren mit langen Schlüsseln sind schwer zu brechen, schwache Passwörter hingegen anfällig.
- BSI TR-02102 (TR-02102) Die BSI TR-02102 ist die Technische Richtlinie, mit der das BSI kryptografische Verfahren, Schlüssellängen und ihre Verwendungszeiträume empfiehlt.
- BSI-zugelassene Verschlüsselung: welches Produkt für welchen Fall Welche Produktklasse für eingestufte Daten im Netz gebraucht wird, wie ein Eintrag der BSI-Zulassungsliste zu lesen ist und was vor der Beschaffung klärt.
- Certificate Management Protocol (CMP) Das Certificate Management Protocol (CMP) definiert ein Protokoll für die X.509 Public Key Infrastructure (PKI) zur Erzeugung und Verwaltung von X.509v3-Zertifikaten zwischen Certification Authority und Client Systemen gemäß RFC 4210.
- Certificate Revocation List (CRL) Eine Certificate Revocation List ist eine von der Zertifizierungsstelle signierte Liste der Zertifikate, die vor Ablauf gesperrt wurden.
- Certificate Transparency (CT) Certificate Transparency ist ein öffentliches, unveränderbares Verzeichnis ausgestellter TLS-Zertifikate und macht Fehlausstellungen nachprüfbar.
- Challenge Handshake Authentication Protocol (CHAP) Challenge Handshake Authentication Protocol (CHAP) ist ein Authentifizierungsprotokoll für PPP, das das Passwort nicht überträgt und stattdessen mit einem Hash arbeitet.
- Chosen Plaintext Attack (CPA) Die Chosen Plaintext Attack (CPA) ist ein kryptanalytischer Angriff, bei dem der Angreifer frei wählbare Klartexte verschlüsseln lassen kann.
- Cipher Cipher, aus dem Englischen für Chiffre oder Verschlüsselung, bezeichnet in der Kryptografie einen Algorithmus zur Verschlüsselung.
- Cipher Suite Eine Cipher Suite ist die Kombination kryptografischer Verfahren, auf die sich Client und Server im TLS-Handshake einigen.
- Common Vulnerabilities and Exposures (CVE) Common Vulnerabilities and Exposures (CVE) ist eine Liste bekannter Sicherheitslücken, die jeder Schwachstelle eine eindeutige Nummer zuweist und als Arbeitsmittel bei Security Audits dient.
- Crack Crack bezeichnet im Fachlexikon netzikon.net einen Experten oder eine Software zur Umgehung von Kopierschutz, etwa durch Erzeugen von Seriennummern oder No-CD-Cracks.
- Cryptographic Bill of Materials (CBOM) Maschinenlesbares Verzeichnis aller kryptografischen Verfahren, Schlüssel und Zertifikate eines Produkts. Grundlage jeder geplanten Krypto-Umstellung.
- Datenträgervernichtung Physisches Zerstören von Datenträgern, sodass die Daten nicht mehr lesbar sind. Die Anforderungen regelt DIN 66399, international ISO/IEC 21964.
- DeMilitarized Zone (DMZ) DMZ (DeMilitarized Zone) bezeichnet eine Pufferzone zwischen internem Netz und Internet, die Hosts wie Mail- oder FTP-Server für beidseitigen Zugriff bereitstellt.
- DHCP Snooping Mit DHCP-Snooping lassen sich Angriffe auf das DHCP-Protokoll verhindern.
- Diffie-Hellman (DH) Diffie-Hellman ist ein Verfahren, mit dem zwei Seiten über einen offenen Kanal einen gemeinsamen geheimen Schlüssel aushandeln.
- Digital Operational Resilience Act (DORA) EU-Verordnung zur IT-Sicherheit im Finanzsektor. Seit 17. Januar 2025 gilt sie für Banken, Versicherer, Zahlungsdienste und deren IT-Dienstleister.
- Disaster Recovery (DR) Die Wiederherstellung von IT-Systemen und Daten nach einem schweren Ausfall, geplant über die Ziele RTO und RPO und erprobt in Tests.
- Distributed Denial of Service (DDoS) DDoS (Distributed Denial of Service) bezeichnet einen Angriff, bei dem mehrere verteilte Systeme genutzt werden, um einen Host oder Dienst zu sabotieren.
- DNS Certification Authority Authorization (CAA) Ein CAA-Eintrag im DNS legt fest, welche Zertifizierungsstellen für eine Domain Zertifikate ausstellen dürfen. Geprüft wird er vor der Ausstellung.
- DNS Security Extensions (DNSSEC) DNSSEC signiert DNS-Daten kryptografisch. Ein Resolver kann damit prüfen, ob eine Antwort echt und unverändert ist — verschlüsselt wird sie nicht.
- DNS-Spoofing Beim DNS-Spoofing schiebt ein Angreifer gefälschte DNS-Antworten ein, um Anfragen auf einen von ihm kontrollierten Server zu lenken.
- Dynamic ARP Inspection (DAI) DAI bietet Schutz vor ARP-Poisoning
- EAP over LAN (EAPoL) EAP over LAN (EAPoL) ermöglicht den Einsatz des Extensible Authentication Protocol in lokalen Netzwerken und wird bei der 802.1x-Authentifizierung von Hosts genutzt.
- Elgamal-Kryptosystem Das Elgamal-Kryptosystem ist ein von Taher Elgamal entwickeltes asymmetrisches Verschlüsselungsverfahren auf Basis diskreter Logarithmen, das sowohl zur Verschlüsselung als auch zur Signaturerzeugung verwendet wird und patentfrei ist.
- Elliptische-Kurven-Kryptografie (ECC) Elliptische-Kurven-Kryptografie erreicht dieselbe Sicherheit wie RSA mit deutlich kürzeren Schlüsseln und ist heute der Normalfall.
- Ethereal Ethereal ist ein Open-Source-Protokollanalyzer, der Netzwerkverkehr aufzeichnet und Datenpakete anzeigt, um die Fehlersuche in Netzwerken zu unterstützen. Im Juni 2006 wurde das Projekt in Wireshark umbenannt.
- Ettercap Ettercap ist ein für Man-in-the-Middle-Angriffe in lokalen Netzen (LAN) entwickeltes Programm, das unter anderem durch ARP Spoofing Kommunikation belauscht und Angriffe auf SSL-Verbindungen ermöglicht.
- European Institute for Computer Antivirus Research (EICAR) European Institute for Computer Antivirus Research (EICAR) befasst sich mit Abwehr und Erforschung von Computerviren und ist durch sein EICAR-Standard Anti-Virus Test File bekannt, eine harmlose Datei, die von allen Virenscannern als Virus erkannt wird.
- Evil Twin Ein Evil Twin ist ein böser Zwilling in der Sicherheitstechnik, der ein gutes Gerät unter Angreiferkontrolle nachbildet, etwa einen WLAN-Hotspot, um Datenverkehr abzugreifen oder zu manipulieren.
- Exploit Ein Exploit ist ein Programm, das Sicherheitslücken anderer Software ausnutzt, oft um Schwachstellen zu demonstrieren. Ein Zero-Day Exploit wird am selben Tag wie die Sicherheitslücke veröffentlicht.
- Extensible Authentication Protocol (EAP) EAP ist kein Authentifizierungsverfahren, sondern ein Rahmen, in dem sich verschiedene Verfahren transportieren lassen.
- false positive Als false positive werden Mails bezeichnet, die ein Spamfilter zu Unrecht als Spam markiert.
- Fingerprinting Fingerprinting ist eine Technik zur Erkennung von Betriebssystemen über das Netzwerk, indem Eigenheiten des Protokollstacks wie TCP-Flags oder Timing analysiert werden. Es wird zwischen aktivem und passivem Fingerprinting unterschieden, etwa mit den Tools Nmap oder p0f.
- Firewall System, das Datenverkehr zwischen Netzen nach festgelegten Regeln erlaubt oder sperrt. Grundbaustein jeder Netzsicherheit, als Gerät oder Software.
- Harvest now, decrypt later Angreifer zeichnen heute verschlüsselten Verkehr auf, um ihn später mit einem Quantenrechner zu öffnen. Das BSI nennt es „Store now, decrypt later".
- HMAC (HMAC) HMAC ist eine mit einem geheimen Schlüssel berechnete Prüfsumme. Sie belegt, dass eine Nachricht unverändert ist und vom Schlüsselinhaber stammt.
- Honeypot Ein Honeypot ist ein speziell präpariertes System oder Netzwerk, das mit dem Internet verbunden wird, um das Vorgehen von Hackern zu studieren und die gewonnenen Daten für Forensik und Verhaltenstraining zu nutzen.
- HTTP Strict Transport Security (HSTS) HSTS ist ein Header, mit dem ein Server erklärt, nur über HTTPS erreichbar zu sein. Der Browser setzt das danach selbst durch.
- IMSI-Catcher Der IMSI-Catcher ist ein elektronisches Gerät zum Orten von Mobiltelefonen in einer Funkzelle, das als Man-in-the-Middle-Angriff agiert, indem es eine starke Basisstation simuliert und so Gespräche abhören kann.
- International Data Encryption Algorithm (IDEA) IDEA (International Data Encryption Algorithm) ist ein an der ETH Zürich entwickeltes Verschlüsselungsverfahren.
- Internet Security Association and Key Management Protocol (ISAKMP) Internet Security Association and Key Management Protocol (ISAKMP) ist ein Rahmenwerk für die Verwaltung von Security Associations und Schlüsseln innerhalb von IPSec.
- Intrusion Detection System (IDS) Ein Intrusion Detection System (IDS) ist eine Netzwerkkomponente, die anhand von Regelsätzen den Datenverkehr analysiert und bei verdächtigen Mustern Alarm auslöst, um Angriffe zu erkennen.
- Intrusion Prevention System (IPS) Ein Intrusion Prevention System (IPS) ist eine Netzwerkkomponente, die unbefugtes Eindringen verhindert, indem sie den Datenstrom analysiert und verdächtige Frames auf Basis von Regelsätzen entfernt.
- Kerberos Kerberos ist ein Authentifizierungsdienst für offene Netzwerke, bei dem ein spezieller Server die Identität von Client und Server gegenseitig mittels Tickets bestätigt (RFC 4120, Kerberos 5).
- Kerckhoffs Prinzip Kerckhoffs Prinzip besagt, dass die Sicherheit eines Kryptosystems nicht von der Geheimhaltung des Algorithmus, sondern nur von der Geheimhaltung des Schlüssels abhängen darf.
- Keylogger Keylogger sind Geräte oder Programme, die Tastatureingaben aufzeichnen, um vertrauliche Daten wie Passwörter und PINs zu erschleichen. Sie werden als Software über Trojaner verbreitet oder als Hardware zwischen PC und Tastatur geschaltet.
- Kryptoagilität Die Fähigkeit eines Systems, kryptografische Verfahren auszutauschen, ohne neu gebaut zu werden — seit der PQC-Umstellung eine Beschaffungsanforderung.
- MACsec (MACsec) MACsec verschlüsselt Ethernet-Rahmen auf einem einzelnen Netzabschnitt zwischen zwei direkt benachbarten Geräten.
- Man-In-The-Middle-Angriff (MitM) Man-In-The-Middle-Angriff (MitM): Ein Angreifer schaltet sich in die Kommunikation ein. Bei HTTPS/SSL wird ein Zertifikatfehler angezeigt, der oft ignoriert wird. ARP-Poisoning ermöglicht MitM-Angriffe im LAN.
- Message Digest Algorithm 5 (MD5) MD5 ist eine Hashfunktion mit 128 Bit Länge. Sie gilt seit 2004 als gebrochen und ist für Sicherheitszwecke nicht mehr verwendbar.
- Microsoft Point-To-Point Encryption (MPPE) Microsoft Point-To-Point Encryption (MPPE) ist ein Verfahren zur Verschlüsselung von PPP-Verbindungen, beschrieben im RFC 3078.
- Mutual TLS (mTLS) Bei mTLS weisen sich beide Seiten mit einem Zertifikat aus — nicht nur der Server, sondern auch der Client.
- Needham-Schroeder-Protokoll Das Needham-Schroeder-Protokoll ist ein 1978 von Roger Needham und Michael Schroeder entwickeltes Protokoll für Schlüsselaustausch und Authentifikation im Netzwerk. Die ursprüngliche Version hatte eine 1995 von Gavin Lowe entdeckte Schwachstelle, für die Lowe einen Fix vorschlug.
- Nessus Nessus ist ein freier Vulnerability Scanner mit Client-Server-Architektur, der Systeme auf Sicherheitslücken untersucht und über zahlreiche Plugins erweiterbar ist.
- Netsky Netsky bezeichnet eine Familie von Computerviren, die je nach Version verschiedenen Schadcode (Payload) transportieren kann. Der Wurm Netsky.P legt die Dateien FVPROTECT.EXE und USERCONFIG9X.DLL an und verbreitet sich über getarnte Dateinamen wie Britney Spears.jpg.exe.
- Online Certificate Status Protocol (OCSP) OCSP fragt den Sperrstatus eines einzelnen Zertifikats online ab, statt eine vollständige Sperrliste zu laden.
- OpenVPN OpenVPN ist eine Open-Source-Software zum Aufbau von VPN-Verbindungen, die SSL zur Verschlüsselung nutzt und als Übertragungsprotokoll UDP oder TCP unterstützt.
- Password Authentication Protocol (PAP) PAP (Password Authentication Protocol) ist ein Authentifizierungsverfahren innerhalb von PPP, das das Passwort im Klartext überträgt.
- Payment Card Industry Data Security Standard (PCI DSS) Sicherheitsstandard der Kartenorganisationen für alle, die Kreditkartendaten speichern, verarbeiten oder übertragen. Aktuell gilt Version 4.0.1.
- Penetration Test Ein Penetration Test ist das gezielte Untersuchen eines Systems auf Sicherheitslücken, um Schwachstellen zu erkennen und die Systemsicherheit zu erhöhen.
- Perfect Forward Secrecy (PFS) PFS ist die Eigenschaft eines Verschlüsselungsverfahrens, dass ein später bekannt gewordener Schlüssel die vergangenen Verbindungen nicht entschlüsselbar macht.
- Personenschleuse Ein kleiner Raum mit zwei gegeneinander verriegelten Türen, von denen sich immer nur eine öffnet — für Zutritt nur einzeln und nach Prüfung.
- Pharming Pharming ist eine Sonderform des Phishings, bei der Angreifer das DNS manipulieren, um Zugriffe auf eigene Server umzuleiten und so Kontodaten, PINs oder TANs zu erschleichen.
- Phishing Phishing bezeichnet eine Form des Trickbetrugs im Internet, bei der Betrüger über gefälschte E-Mails und Webseiten Passwörter, PINs, TANs oder Kreditkartendaten erschleichen.
- Portscanner Portscanner ist ein Werkzeug zum Auffinden offener Ports auf einem System, die mittels IP-Adresse, Protokoll und Portnummer angebotene Dienste identifizieren.
- Post-Quantum-Kryptografie (PQC) Klassische Verfahren, die Angriffen mit Quantenrechnern standhalten und auf gewöhnlicher Hardware laufen. Deutschland hat dafür seit 2026 einen Zeitplan.
- Privileged Access Management (PAM) Verwaltung und Kontrolle von Konten mit erhöhten Rechten: wer Admin-Zugang bekommt, wie lange, über welchen Weg und mit welcher Aufzeichnung.
- Protected EAP (PEAP) Protected EAP (PEAP) ist eine Erweiterung des Extensible Authentication Protocols (EAP), die eine verschlüsselte Transportverbindung für die Authentifizierung bereitstellt.
- Public Key Ein Public Key ist der offen verteilbare Teil eines asymmetrischen Schlüsselpaars; der zugehörige Private Key bleibt beim Inhaber.
- Ransomware Schadsoftware, die Daten verschlüsselt oder sperrt und für die Freigabe Lösegeld fordert. Für Unternehmen derzeit eine der größten IT-Bedrohungen.
- Resource Access Control Facility (RACF) RACF ist das essentielle Sicherheitsframework für IBM z/OS-Mainframes, das eine feingranulare Zugriffskontrolle, Authentifizierung und revisionssichere Protokollierung vereint.
- Rijndael Rijndael ist ein symmetrischer Verschlüsselungsalgorithmus, Nachfolger von DES und 3DES, und wird offiziell als Advanced Encryption Standard (AES) bezeichnet.
- Rootkit Ein Rootkit ist eine Sammlung von Tools, die Angreifer nach einem Systemeinbruch installieren, um ihre Aktivitäten zu verbergen, etwa durch das Austauschen von Programmen wie ls oder ps. Spezielle Tools wie Rootkit Hunter können installierte Rootkits aufspüren.
- RSA (RSA) RSA ist ein asymmetrisches Kryptoverfahren, dessen Sicherheit darauf beruht, dass sich große Zahlen nicht in ihre Primfaktoren zerlegen lassen.
- Secure Shell (SSH) SSH ist ein Protokoll für den verschlüsselten Zugriff auf entfernte Rechner und für das Tunneln anderer Protokolle.
- Secure Sockets Layer (SSL) SSL ist der historische Vorläufer von TLS. Alle Versionen sind abgeschafft oder verboten; der Name bezeichnet im Sprachgebrauch heute meist TLS.
- Security through obscurity Security through obscurity oder security by obscurity bezeichnet ein sicherheitstechnisches Prinzip, das Sicherheit durch Geheimhaltung bestimmter Fakten erreichen soll, jedoch in der Regel keine ausreichende Sicherheit bietet.
- Server Name Indication (SNI) Die Server Name Indication nennt im TLS-Handshake den gewünschten Hostnamen, damit ein Server mit mehreren Namen das richtige Zertifikat sendet.
- SHA-256 (SHA-2) SHA-256 ist eine kryptografische Hashfunktion, die aus Daten beliebiger Länge einen 256 Bit langen Wert berechnet. Sie ist nicht umkehrbar.
- Sicherheitsüberprüfung (SÜ) Staatliche Prüfung einer Person vor dem Zugang zu Verschlusssachen ab VS-VERTRAULICH oder einer sicherheitsempfindlichen Tätigkeit, in drei Stufen Ü1 bis Ü3.
- SMB Signing SMB Signing bezeichnet die digitale Signatur von Netzwerkverkehr unter Microsoft Windows und kann bei falscher Konfiguration zu Verbindungsproblemen führen.
- Sniffer Sniffer ist Software zur Aufzeichnung von Datenverkehr in einem Netzwerk. Die Netzwerkkarte wird in den Promiscuous Mode versetzt, um alle Frames zu empfangen.
- Snort Snort ist ein Open-Source-Network Intrusion Detection System (NIDS) zur Erkennung von Netzwerkangriffen.
- Social Engineering Social Engineering bezeichnet die Technik, geheime Informationen über soziale Kontakte zu erlangen, etwa durch Kontaktaufnahme des Angreifers mit dem Opfer, statt durch direkte Angriffe auf Computersysteme.
- spoofing Spoofing bezeichnet in Netzwerken das Fälschen von Kommunikationsdaten wie Absender-IP-Adressen; es wird sowohl für Angriffe als auch zur effizienten Nutzung von WAN-Bandbreiten eingesetzt.
- Spyware Spyware sammelt ohne Wissen des Benutzers Daten und übermittelt sie an Dritte, etwa zum Analysieren des Surfverhaltens für Werbezwecke.
- Stateful Packet Inspection (SPI) Die Stateful Packet Inspection (SPI) ist eine Firewall-Eigenschaft, die den Zustand einer Session wie beispielsweise bestehende TCP-Verbindungen in die Paketfilter-Entscheidung einbezieht.
- SYN Flooding SYN Flooding ist eine DoS-Attacke, bei der ein System mit TCP-SYN-Datagrammen geflutet wird, wodurch viele halboffene TCP-Sessions entstehen und das Opfer keine neuen Verbindungen mehr aufbauen kann.
- Temporal Key Integrity Protocol (TKIP) TKIP (Temporal Key Integrity Protocol) ist ein Verschlüsselungsprotokoll für WLAN, das in den Standards 802.1X und WPA für die Authentifizierung genutzt wird und den RC4-Algorithmus mit temporären, nach 10 KB Nutzdaten wechselnden Schlüsseln verwendet.
- Terminal Access Controller Access Control System (TACACS) TACACS (Terminal Access Controller Access Control System) ist ein Protokoll zur Benutzeranmeldung, das Netzwerkkomponenten wie Switche und Router zur Überprüfung von Anmeldedaten mit einem TACACS-Server kommunizieren lässt.
- Tiger Team Tiger Team ist ein mit der Prüfung von Sicherheitseinrichtungen beauftragtes Team, das die eigenen Sicherheitsmechanismen zu überwinden versucht.
- Transport Layer Security (TLS) Transport Layer Security ist das Protokoll, mit dem zwei Anwendungen über ein unsicheres Netz eine verschlüsselte und authentifizierte Verbindung aufbauen.
- Trojanisches Pferd Trojanisches Pferd ist eine Software, die sich harmlos gibt, aber Schadensroutinen enthält, wie etwa die Umfunktionierung eines PCs zum Spamversender.
- Vereinzelungsanlage Eine Zutrittssperre, die pro Berechtigung genau eine Person durchlässt, damit niemand unbemerkt hinter einem anderen hineingeht.
- Verwundbarkeitsprüfung Eine Verwundbarkeitsprüfung überprüft ein System auf Schwachstellen, die der Administrator anschließend beseitigen kann.
- Virtual Private Network (VPN) Ein VPN überträgt Daten durch einen verschlüsselten Tunnel über ein öffentliches Netz und verbindet so Rechner oder Standorte.
- Virus Ein Virus ist eine sich selbst reproduzierende Schadsoftware, die sich über Datenträger oder das Internet verbreitet und oft eine Schadensroutine wie das Löschen von Daten enthält.
- VLAN Hopping VLAN Hopping bezeichnet eine Angriffstechnik, die Frames ohne Router in ein anderes VLAN schleust, etwa durch Nachahmen eines Trunks oder doppelt gekapselte VLAN-Header.
- White-Hat White-Hat bezeichnet einen Hacker, der sein Wissen über Systemschwachstellen nicht missbraucht, im Gegensatz zu den Black-Hats.
- WireGuard WireGuard ist ein VPN-Protokoll, das eine verschlüsselte Verbindung zwischen zwei Gegenstellen herstellt.
- Wireless Transport Layer Security (WTLS) Wireless Transport Layer Security (WTLS) ist ein Sicherheitsmechanismus für WAP. WTLS basiert auf SSL/TLS und ermöglicht die sichere Datenübertragung zu mobilen Endgeräten mit geringen Bandbreiten- und Rechenleistungsanforderungen.
- Wörterbuchangriff Der Wörterbuchangriff (Dictionary Attack) ist eine Methode der Kryptoanalyse, bei der eine Wortliste genutzt wird, um ein unbekanntes Passwort zu bestimmen. Da der aktive Wortschatz begrenzt ist, sind Passwörter aus diesem Vorrat leicht angreifbar.
- X.509 X.509 ist ein ITU-T Standard für digitale Zertifikate und Authentifizierung in Netzwerk- und Kommunikationstechnik.
- Zertifikatskette Die Zertifikatskette verbindet ein Serverzertifikat über Zwischenzertifikate mit einem Wurzelzertifikat, dem der Client vertraut.
- Zombie Ein mit dem Internet verbundener Computer, der sich unter fremder Kontrolle befindet, wird als Zombie bezeichnet. Über eine installierte Hintertür kann ein Cracker ihn zum Versenden von Spam oder für DDoS-Angriffe nutzen.
- Zutrittskontrolle Technik und Regeln, die festlegen und prüfen, wer welchen Raum oder Bereich wann betreten darf — per Karte, Code, Biometrie oder Kombination.