Sicherheit

Sicherheit in Netzen lässt sich auf drei Ziele zurückführen: Vertraulichkeit, damit Unbefugte nicht mitlesen; Integrität, damit Daten unverändert ankommen; Verfügbarkeit, damit der Dienst erreichbar bleibt. Fast jeder Begriff dieser Kategorie lässt sich einem dieser Ziele oder ihrer Verletzung zuordnen.

Die Kryptographie liefert die Bausteine. Symmetrische Verfahren wie Blowfish, IDEA oder Rijndael, das als AES standardisiert wurde, arbeiten mit einem gemeinsamen Schlüssel und sind schnell. Asymmetrische Verfahren wie RSA oder Diffie-Hellman lösen das Problem, wie zwei Parteien überhaupt zu einem gemeinsamen Geheimnis kommen. Hashfunktionen wie MD5 sichern Integrität — wobei MD5 als gebrochen gilt und nur noch historisch von Interesse ist. Das Kerckhoffs-Prinzip formuliert die Grundregel: Die Sicherheit muss im Schlüssel liegen, nicht in der Geheimhaltung des Verfahrens. Das Gegenteil davon heißt Security through Obscurity und trägt seinen abwertenden Klang zu Recht.

Bei den Angriffen unterscheidet man technische Verfahren wie ARP-Spoofing, SYN-Flooding oder verteilte Überlastangriffe von Ansätzen, die auf Menschen zielen — Phishing und Pharming führen Anwender auf gefälschte Gegenstellen.

Bei den Schutzmechanismen filtern Firewalls den Verkehr, wobei zustandsbehaftete Prüfung den Zusammenhang eines Verbindungsaufbaus mitverfolgt. Angriffserkennung meldet Auffälligkeiten, Angriffsabwehr greift zusätzlich ein. TLS sichert Transportwege, X.509-Zertifikate begründen dabei das Vertrauen in die Gegenstelle.

Schließlich sorgt die Schwachstellenverwaltung für gemeinsame Bezeichner: Eine CVE-Nummer benennt eine konkrete Lücke eindeutig und ist die Voraussetzung dafür, dass Hersteller, Betreiber und Sicherheitsforscher über dasselbe reden.