Telekommunikations-Anschluss-Einheit
Abkürzung: TAE
Die Telekommunikations-Anschluss-Einheit (TAE) ist eine Steckerausführung im deutschen Telefonnetz. TAE wird für analoge und digitale (ISDN) Telefonanschlüsse verwendet. Das ADSL-Signal wird ebenfalls über die TAE-Dose geliefert.
Die erste TAE-Dose beim Kunden bildet den Übergabepunkt. Daher auch die Bezeichnung Monopoldose.
Das TAE-System bietet 6 Kontakte ist kann mechanisch kodiert werden. Die F-Kodierung wird für Fernsprechen (Telefon) genutzt. N-kodierte Buchsen sind für den Anschluss von Modems und Anrufbeantwortern vorgesehen. Eine U-kodierte Buchse (universal) kann beide Steckerkodierungen aufnehmen.
Bauformen und Kontakte
Es gibt drei Bauformen: NFN (Nebengerät-Fernsprechen-Nebengerät), F und N. Typisch ist eine NFN-Dose mit drei Buchsen (1-3). Buchse F dient zum Anschluss des Telefons, Buchse N für Zusatzgeräte wie Anrufbeantworter. Die mittlere Buchse ist ein Prüfanschluss. TAE-Stecker sind mit sechs Kontakten ausgestattet, belegt nach Bedarf (z. B. a/b-Ader auf 1/2).
Moderne Relevanz
In All-IP-Anlagen werden klassische TAE-Dosen oft stillgelegt oder dienen als passive Verlängerung der Teilnehmeranschlussleitung. Für DSL-Router wird meist ein TAE-zu-RJ45-Adapterkabel verwendet. In Neubauten kommen zunehmend RJ45-Anschlussdosen zum Einsatz, doch in Bestandsbauten ist die TAE-Dose weiterhin verbreitet.