Linux

Unix und seine Nachfahren prägen die Netzwerktechnik stärker als jede andere Betriebssystemfamilie: Der überwiegende Teil aller Server, Router und eingebetteten Netzgeräte läuft mit einem System aus dieser Linie.

Die Familie zerfällt in drei Äste. Das ursprüngliche Unix führte die Konzepte ein, die bis heute tragen — alles ist eine Datei, Programme werden über Pipes verkettet, Rechte hängen an Benutzer und Gruppe. Die BSD-Linie entwickelte daraus unter anderem den Netzwerkstack, dessen Socket-Schnittstelle noch immer die Grundlage praktisch aller Netzprogrammierung ist. Linux schließlich ist eine Neuentwicklung des Kerns, die sich an denselben Schnittstellen orientiert.

Im Alltag begegnet man der Familie über Distributionen, die Kern, Werkzeuge und Paketverwaltung zusammenstellen. Kommerzielle Varianten wie Solaris, klassische Distributionen wie Suse und spezialisierte Systeme wie OpenWrt für Router zeigen die Bandbreite.

Ein Begriff, der regelmäßig missverstanden wird, ist root. Gemeint ist nicht nur das Administratorkonto, sondern auch das Wurzelverzeichnis des Dateibaums — beides trägt denselben Namen und meint Verschiedenes.