Repeater (WLAN)
Ein WLAN-Repeater empfängt das Signal eines Access Points und sendet es weiter. Er vergrößert die Reichweite, halbiert dabei aber den Durchsatz.
Definition
Ein Wireless-Repeater nimmt die Funksignale eines vorhandenen Netzes auf und gibt sie erneut aus. Geräte, die den ursprünglichen Access Point nicht mehr erreichen, verbinden sich stattdessen mit dem Repeater.
Der Vorteil liegt im Aufwand. Ein Repeater wird in eine Steckdose gesteckt und eingerichtet, Kabel werden nicht gebraucht. Das macht ihn zur naheliegenden Lösung für Funklöcher in Mietwohnungen und Bestandsbauten.
Die Halbierung der Bandbreite
Ein Repeater, der über dieselbe Funkstrecke empfängt und weitersendet, überträgt jedes Paket zweimal: einmal vom Access Point zu sich, einmal von sich zum Endgerät. Beides geschieht auf demselben Kanal, und senden kann immer nur eine Station.
Damit steht dem Endgerät höchstens die Hälfte der Rate zur Verfügung, die zwischen Access Point und Repeater ausgehandelt wurde. In der Praxis weniger, weil der Verwaltungsaufwand für beide Strecken anfällt.
Daraus folgt das häufigste Fehlerbild: Der Repeater meldet eine hohe Rate nach oben und eine hohe Rate nach unten, am Gerät kommt trotzdem wenig an. Das ist kein Defekt, sondern Bauart.
Zwei Bauformen umgehen das. Geräte mit drei Funkeinheiten halten ein eigenes Band für die Verbindung zum Access Point frei, das nicht für Endgeräte verwendet wird. Und ein per Kabel angebundenes Gerät ist kein Repeater mehr, sondern ein Access Point.
Aufstellung
Der Repeater braucht selbst guten Empfang. Steht er dort, wo das Signal bereits schwach ist, wiederholt er ein schlechtes Signal und verschlechtert die Lage, weil er zusätzlich Sendezeit belegt.
Als Anhaltspunkt gilt etwa die Mitte zwischen Access Point und dem zu versorgenden Bereich, an einer Stelle mit noch stabiler Verbindung. Gemessen wird am Aufstellort, nicht geschätzt.
Mehrere Repeater hintereinander verschlechtern die Lage mit jeder Stufe weiter. Ein zweiter Repeater, der an einem ersten hängt, liefert bestenfalls ein Viertel der ursprünglichen Rate.
Abgrenzung
Access Point. Per Kabel an das Netz angebunden und dadurch ohne Halbierung. Die technisch bessere Lösung, wenn ein Kabel verlegt werden kann.
Mesh-Knoten. Verbindet sich per Funk mit anderen Knoten, bringt aber eine abgestimmte Wegewahl mit und nutzt bei besseren Geräten ein eigenes Band für die Verbindung untereinander. Die Halbierung entfällt dadurch teilweise.
Powerline mit Access Point. Die Verbindung läuft über das Stromnetz statt über Funk. Damit entfällt die Halbierung, dafür hängt die Leistung von der Qualität der Hausinstallation ab.
Repeater im Ethernet. Ein Signalverstärker auf der Bitübertragungsschicht, historisch als Hub verbreitet. Mit dem WLAN-Repeater hat er nur den Namen gemeinsam.
Quellen
- IEEE 802.11-2020: Wireless LAN MAC and PHY Specifications
- IEEE 802.11s-2011: Mesh Networking