SSID – Service Set Identifier

Abkürzung: SSID

Die SSID ist der Name eines Funknetzes. Mehrere Access Points mit derselben SSID bilden aus Sicht der Endgeräte ein einziges Netz.

Definition

Der Service Set Identifier kennzeichnet ein WLAN. Er ist bis zu 32 Byte lang und wird vom Access Point in regelmäßigen Abständen ausgesendet, damit Geräte in Reichweite das Netz finden.

Zu unterscheiden sind drei Begriffe:

  • SSID. Der Netzname.
  • BSSID. Die Kennung einer einzelnen Funkzelle, technisch die MAC-Adresse der Funkschnittstelle des Access Points. Ein Access Point mit zwei Bändern hat zwei BSSIDs.
  • ESSID. Der Name eines Netzes, das aus mehreren Funkzellen besteht. In der Praxis wird er mit der SSID gleichgesetzt.

Ein Endgerät sieht die SSID. Welche Zelle es benutzt, entscheidet es anhand der BSSIDs.

Gleicher Name für mehrere Access Points

Damit ein Gerät zwischen mehreren Access Points wechseln kann, müssen alle dieselbe SSID ausstrahlen, mit identischen Sicherheitseinstellungen und demselben Passwort. Zusätzlich müssen sie in dasselbe Netzsegment führen, sonst wechselt zwar die Funkverbindung, die IP-Adresse passt danach aber nicht mehr.

Der Name muss exakt übereinstimmen, einschließlich Groß- und Kleinschreibung. Eine abweichende Schreibweise an einem Gerät erzeugt ein zweites, getrenntes Netz, zwischen dem nicht gewechselt wird.

Das gilt herstellerunabhängig. Access Points verschiedener Hersteller lassen sich unter derselben SSID betreiben, weil das Endgerät nur den Namen und die Sicherheitseinstellungen sieht.

Getrennte Namen je Band

Ob 2,4 GHz und 5 GHz denselben Namen tragen sollen, wird unterschiedlich gehandhabt.

Ein gemeinsamer Name ist der Regelfall. Das Gerät wählt das Band selbst, der Access Point kann die Wahl über Band Steering beeinflussen.

Getrennte Namen erlauben es, ein Gerät gezielt auf ein Band zu zwingen. Das hilft bei Geräten, die nur 2,4 GHz beherrschen und bei der Einrichtung sonst kein Netz finden, etwa Smart-Home-Komponenten. Der Preis ist, dass zwischen den Bändern nicht mehr selbsttätig gewechselt wird.

Ein verbreiteter Mittelweg ist ein gemeinsamer Name für den Normalbetrieb und ein zusätzliches, nur bei Bedarf eingeschaltetes 2,4-GHz-Netz für die Einrichtung solcher Geräte.

Versteckte SSID

Der Access Point kann den Namen aus seinen Ankündigungen weglassen. Das Netz erscheint dann nicht in der Übersicht verfügbarer Netze.

Als Sicherheitsmaßnahme taugt das nicht. Das Netz bleibt vorhanden, und sobald sich ein Gerät anmeldet, wird der Name im Klartext übertragen. Jedes Werkzeug zur Funkanalyse zeigt ihn an.

Dazu kommt ein Nachteil. Geräte, die ein verstecktes Netz kennen, suchen es aktiv, indem sie den Namen aussenden. Damit verraten sie unterwegs, in welchen Netzen sie zu Hause sind. Ein sichtbares Netz mit gutem Passwort ist die bessere Wahl.

Namenswahl

Erlaubt sind 32 Byte. Bei Umlauten und Emoji belegt ein Zeichen mehrere Byte, und einzelne Geräte kommen damit nicht zurecht. Buchstaben, Ziffern und Bindestrich sind die sichere Wahl.

Vom Hersteller voreingestellte Namen verraten das Gerätemodell und damit mögliche bekannte Schwachstellen. Ein eigener Name ist vorzuziehen, sollte aber keine Rückschlüsse auf Person oder Wohnung zulassen.

Abgrenzung

Ein Gastnetz ist eine eigene SSID mit eigenem Passwort, die in ein getrenntes Netzsegment führt. Technisch ein zweites Funknetz auf derselben Hardware.

Die Netzkennung im Mobilfunk hat mit der SSID nichts zu tun.

Quellen

  • IEEE 802.11-2020: Wireless LAN MAC and PHY Specifications, Abschnitte zu Service Set und Beacon

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