RFC 826 – An Ethernet Address Resolution Protocol: Or Converting Network Protocol Addresses to 48.bit Ethernet Address for Transmission on Ethernet Hardware
| Status | Internet Standard |
|---|---|
| Veröffentlicht | November 1982 |
| Volltext | rfc-editor.org/rfc/rfc826 |
RFC 826 spezifiziert das Address Resolution Protocol (ARP), das zur dynamischen Übersetzung von Netzwerkprotokolladressen (z. B. IP-Adressen) in 48-Bit-Ethernet-Hardwareadressen dient. Es adressiert das grundlegende Problem, dass Protokolladressen unterschiedlicher Längen und Formate nicht direkt den physischen Ethernetadressen entsprechen. Das Protokoll ermöglicht die automatische Ermittlung und Verteilung dieser Zuordnungen im lokalen Netzwerk, ohne manuelle Konfiguration.
Der Kernmechanismus basiert auf Anfrage-Antwort-Paketen. Wenn ein Host die Hardwareadresse eines Zielrechners benötigt, sendet er einen ARP-Request als Broadcast an alle Stationen im Ethernet. Dieser Request enthält die Protokolladresse des Ziels. Der Rechner mit der passenden Protokolladresse antwortet mit einem ARP-Reply, der seine Hardwareadresse enthält. Beide Seiten aktualisieren daraufhin ihre ARP-Tabellen, sodass spätere Kommunikation direkt erfolgen kann. Das Protokoll ist hardwareunabhängig ausgelegt und verwendet Felder für Hardwaretyp und Adresslängen.
Historisch ist RFC 826 von grundlegender Bedeutung für das Funktionieren von IP-Netzen über Ethernet. Es definiert einen bis heute gültigen Standard und war ein entscheidender Beitrag zur Interoperabilität verschiedener Netzwerkprotokolle auf einem gemeinsamen physischen Medium. Obwohl für 10-Mbit-Ethernet entworfen, lassen sich die Prinzipien auf viele andere Netzwerktechnologien übertragen. ARP bleibt ein zentraler Bestandteil des Internet Protocol Stacks.