RFC 895 – Standard for the transmission of IP datagrams over experimental Ethernet networks
| Status | Internet Standard |
|---|---|
| Veröffentlicht | April 1984 |
| Volltext | rfc-editor.org/rfc/rfc895 |
RFC 895 spezifiziert die standardisierte Methode zur Kapselung von IP-Datagrammen in Frames des Experimental Ethernet, eines frühen 3-Megabit/s-Netzes mit 8-Bit-Adressen. Der Typ-Datenrahmen muss den Wert 513 (1001 oktal) enthalten, der IP-Header und -Daten folgen direkt im Datenfeld. Erforderliche Auffüllung wird nicht in die IP-Gesamtlänge eingerechnet. Die maximale Datagrammgröße beträgt 1536 Oktette; Gateways müssen volle Pakete fragmentieren können, während Empfänger kleinere Größen über die TCP-Maximum-Segment-Size-Option signalisieren können. Die Adressabbildung nutzt standardmäßig die letzten 8 Bits der Internet-Hostadresse, die Broadcast-IP wird auf Experimental-Ethernet-Adresse Null abgebildet.
Die Spezifikation erlaubt optional ein Trailer-Format für verbesserte Leistung auf VAX-Systemen mit Unix 4.2bsd, das jedoch nur zwischen zustimmenden Teilnehmern verwendet werden darf. Historisch war RFC 895 für die frühe ARPA-Internet-Nutzung des Experimental Ethernet von Bedeutung, während das heute weit verbreitete 10-Megabit/s-Ethernet mit 48-Bit-Adressen in RFC 894 behandelt wird. Es legte grundlegende Kapselungs- und Adressierungsregeln fest, die für die Interoperabilität der ersten IP-Netze über Ethernet entscheidend waren.