RFC 1042 – Standard for the transmission of IP datagrams over IEEE 802 networks
| Status | Internet Standard |
|---|---|
| Veröffentlicht | Februar 1988 |
| Ersetzt | RFC 948 |
| Volltext | rfc-editor.org/rfc/rfc1042 |
RFC 1042 standardisiert die Kapselung von IP-Datagrammen und ARP-Anfragen sowie -Antworten auf IEEE-802-Netzen (802.3, 802.4 und 802.5). Es definiert, wie die Protokolle über die Logical Link Control (LLC)- und Sub-Network Access Protocol (SNAP)-Header des 802.2-Standards übertragen werden. Die LLC-Header enthalten feste Service Access Point (SAP)-Werte (170), der SNAP-Header nutzt eine Organization Code von null, gefolgt vom jeweiligen EtherType (2048 für IP, 2054 für ARP). Die IP-Datagramme werden als Unnumbered Information (Type-1)-Frames gesendet, wobei das Control-Feld auf 3 gesetzt ist.
Kern der Spezifikation ist die Adressauflösung mittels ARP: 32-Bit-Internetadressen werden dynamisch auf 16- oder 48-Bit-IEEE-802-Adressen abgebildet. Der Hardware-Typ-Code für alle IEEE-802-Netze ist 6. Die Broadcast-Adresse (alle Einsen im Host-Teil) wird auf die entsprechende IEEE-802-Broadcast-Adresse abgebildet. Die Maximum Transmission Unit (MTU) variiert je nach Netztyp; alle Hosts im selben Netz müssen die gleiche MTU verwenden. Padding wird bei Bedarf hinzugefügt, um minimale Rahmengrößen zu erfüllen, zählt aber nicht zum IP-Header.
Das RFC löste den älteren Standard RFC 948 ab und war grundlegend für die Interoperabilität von IP über die damals aufkommenden IEEE-802-LANs. Es etablierte eine einheitliche Kapselung, die den späteren Einsatz von Bridges und Routern in heterogenen Umgebungen ermöglichte. Auch wenn IEEE-802-Netze heute oft durch Ethernet abgelöst sind, bleibt das Verfahren die Basis für IP over Token Ring und Arcnet in Legacy-Systemen.