RFC 1051 – Standard for the transmission of IP datagrams and ARP packets over ARCNET networks

Überholt: ersetzt durch RFC 1201.

StatusHistoric
VeröffentlichtMärz 1988
Volltextrfc-editor.org/rfc/rfc1051

RFC 1051 standardisiert die Kapselung von IP-Datagrammen und ARP-Paketen in ARCNET-Frames. Das erste Byte des Nutzdatenfelds ist als Systemcode reserviert: 240 (F0 hex) kennzeichnet IP, 241 (F1 hex) ARP. Der ARP-Hardwareadresstyp für ARCNET ist 7. ARCNET unterstützt normale Pakete mit 1–253 Byte Nutzdaten und erweiterte Pakete mit 257–508 Byte. Datenlängen zwischen 254 und 256 Byte sind verboten und müssen durch Nullbytes auf mindestens 257 Byte aufgefüllt werden, wobei dieses Padding nicht als Teil des IP-Pakets zählt. Der maximale MTU beträgt 253 Byte, wenn keine erweiterten Pakete unterstützt werden.

Die Adressabbildung zwischen 32-Bit-Internetadressen und 8-Bit-ARCNET-IDs kann entweder durch Extrahieren der letzten acht Bit der Hostadresse oder dynamisch per ARP erfolgen. ARP ist optional, aber empfohlen, wenn Subnetting nicht unterstützt wird, etwa beim Proxy-ARP. Die Broadcast-Adresse (Hostanteil eins) wird auf die ARCNET-ID 0 abgebildet. Implementierungen sollten IP-Fragmentierung unterstützen; falls nicht, müssen sie Maßnahmen wie den TCP-MSS-Option ergreifen, um Fragmentierung zu vermeiden.

Historisch war RFC 1051 grundlegend für die Nutzung von IP über ARCNET, einem in den 1980er Jahren verbreiteten LAN-Standard. Angesichts der kleinen Paketgrößen war die Fragmentierung essenziell. Spätere RFCs (wie RFC 1201) ersetzten diesen Standard, um erweiterte Pakete effizienter zu unterstützen. Dennoch zeigt RFC 1051 die Anpassung von TCP/IP an proprietäre Netzwerke vor der Dominanz von Ethernet.