RFC 1122 – Requirements for Internet Hosts - Communication Layers
| Status | Internet Standard |
|---|---|
| Veröffentlicht | Oktober 1989 |
| Volltext | rfc-editor.org/rfc/rfc1122 |
RFC 1122 definiert die Anforderungen an die Implementierung der Kommunikationsschichten für Internet-Hosts. Es spezifiziert die notwendigen Verhaltensweisen für die Verbindungsschicht (Link Layer), die Internetschicht (IP und ICMP) sowie die Transportschicht (TCP und UDP). Der Fokus liegt auf der korrekten und robusten Interaktion zwischen diesen Schichten, um eine zuverlässige Kommunikation im gesamten Internet zu gewährleisten. Dabei ergänzt und korrigiert es die primären Protokollstandards.
Der Kern beschreibt detaillierte Protokollanforderungen, etwa für IP-Fragmentierung, ARP-Cache-Verwaltung, TCP-Zeitüberschreitungen und den Umgang mit ICMP-Fehlermeldungen. Ein zentrales Prinzip ist das "Robustness Principle": Ein Host soll konservative Sendestrategien verfolgen, aber beim Empfang tolerant gegenüber Abweichungen sein. Die Implementierung muss Routing-Entscheidungen treffen, Dead-Gateway-Erkennung unterstützen und die Adressauflösung korrekt handhaben.
Historisch gilt RFC 1122 als grundlegendes Dokument der Internet-Architektur, das gemeinsam mit RFC 1123 die Basis für Host-Anforderungen legte. Es standardisierte das Verhalten von Betriebssystemen und Netzwerk-Stacks und trug maßgeblich zur Interoperabilität im wachsenden Internet bei. Auch aktuell dient es als Referenz für Entwickler und Prüfstellen, um Konformität und Stabilität von Netzwerk-Implementierungen sicherzustellen.