RFC 1142 – OSI IS-IS Intra-domain Routing Protocol

Überholt: ersetzt durch RFC 7142.

StatusHistoric
VeröffentlichtFebruar 1990
Volltextrfc-editor.org/rfc/rfc1142

RFC 1142 spezifiziert das OSI IS-IS Intra-Domain Routing Protocol, ein Netzwerkschichtprotokoll für den Austausch von Konfigurations- und Routinginformationen zwischen Zwischensystemen (Intermediate Systems, IS) innerhalb einer einzelnen Routing-Domäne. Es arbeitet eng mit ISO 8473 (CLNP) und ISO 9542 (ES-IS) zusammen und unterstützt große Routing-Domänen, die aus verschiedenen Subnetztypen bestehen, darunter Punkt-zu-Punkt-Verbindungen und Broadcast-Subnetze wie LANs.

Das Protokoll organisiert das Routing hierarchisch in zwei Ebenen: Level 1 für das Routing innerhalb einer Area und Level 2 für das Routing zwischen Areas. Jedes System gehört genau einer Area an. Level-1-Zwischensysteme verwalten die Wege innerhalb ihrer Area, während Level-2-Zwischensysteme die Pfade zu Ziel-Areas kennen. Ein NPDU, das für eine andere Area bestimmt ist, wird von einem Level-1-IS zum nächsten Level-2-IS in seiner Area weitergeleitet, unabhängig vom Ziel. Von dort gelangt es über Level-2-Routing zur Ziel-Area und dann über Level-1-Routing zum Ziel-Endsystem.

Historisch war RFC 1142 die Veröffentlichung von ISO DP 10589 für die Internet-Community und legte das Fundament für IS-IS, das ursprünglich für OSI-Umgebungen entwickelt wurde. Heute wird IS-IS, insbesondere in seiner integrierten Version (RFC 1195), aufgrund seiner Skalierbarkeit und Stabilität häufig als Interior Gateway Protocol (IGP) in großen IP-Netzwerken eingesetzt, etwa bei Internet-Service-Providern.

Im Lexikon