RFC 1149 – Standard for the transmission of IP datagrams on avian carriers
| Status | Experimental |
|---|---|
| Veröffentlicht | April 1990 |
| Volltext | rfc-editor.org/rfc/rfc1149 |
RFC 1149 spezifiziert ein experimentelles Verfahren zur Übertragung von IP-Datagrammen mithilfe von Vögeln (avian carriers). Das IP-Datagramm wird hexadezimal auf eine kleine Papierrolle gedruckt, die am Bein des Vogels befestigt wird. Nach dem Empfang wird das Papier optisch gescannt und in eine elektronisch übertragbare Form umgewandelt. Die MTU ist variabel und wird in Milligramm gemessen, ein typischer Wert beträgt 256 Milligramm. Die Bandbreite ist durch die Beinlänge begrenzt.
Die Vögel bieten eine hohe Verzögerung, einen geringen Durchsatz und eine niedrige Flughöhe. Die Topologie beschränkt sich auf eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung pro Vogel, wobei viele Vögel gleichzeitig ohne signifikante Interferenzen eingesetzt werden können. Die Vögel verfügen über ein integriertes Kollisionsvermeidungssystem. Verbindungsorientierte Dienste sind in manchen Städten verfügbar, meist basierend auf einer zentralen Hub-Topologie.
Dieser RFC vom 1. April 1990 ist als experimenteller und nicht als empfohlener Standard deklariert. Er stellt eine humorvolle und technisch detaillierte Satire auf komplexe Netzwerkspezifikationen dar. Auch wenn er nie ernsthaft implementiert wurde, erlangte RFC 1149 große Bekanntheit als Paradebeispiel für technischen Humor in der Internet-Engineering-Community und wird bis heute häufig zitiert.