RFC 1178 – Choosing a name for your computer
| Status | Informational |
|---|---|
| Veröffentlicht | August 1990 |
| Volltext | rfc-editor.org/rfc/rfc1178 |
RFC 1178 gibt Empfehlungen für die Wahl von Computernamen im Netzwerk, die auf praktischen Erfahrungen basieren. Es handelt sich um einen informativen Text für die Internet-Community, keinen Standard. Ziel ist es, durch gute Namenswahl häufige Probleme zu vermeiden, die durch schlecht gewählte Namen entstehen, etwa Verwechslungen oder administrative Missverständnisse.
Der Kern der Richtlinien besteht aus einer Reihe von Verboten: Namen sollen nicht mit bereits gebräuchlichen Begriffen (wie „up") überladen sein, nicht nach einem temporären Projekt gewählt werden, nicht dem eigenen Namen oder dem anderer Gegenstände entsprechen und nicht zu lang sein. Alternativschreibweisen (etwa „czek" für „check") sowie Namen, die Domains oder domänenähnliche Bezeichnungen (wie geografische oder organisatorische Begriffe) imitieren, sind ebenfalls zu vermeiden. Die Begründungen betreffen alltägliche Kommunikationsverwirrungen, Probleme bei der Namensauflösung durch Resolver und Mailer sowie langfristige Skalierbarkeit.
Historisch ist RFC 1178 ein frühes und einflussreiches Dokument zur praktischen Netzwerkadministration. Obwohl es nie als Standard spezifiziert wurde, fasst es zeitlose Faustregeln zusammen, die in der Systemadministration bis heute relevant sind. Es ergänzt das Domain Name System (DNS) um eine nutzerorientierte Perspektive und adressiert typische Fallstricke, die bei der Einführung lokaler Rechnernetze in den 1990er Jahren häufig auftraten.