RFC 1332 – The PPP Internet Protocol Control Protocol (IPCP)
| Status | Proposed Standard |
|---|---|
| Veröffentlicht | Mai 1992 |
| Ersetzt | RFC 1172 |
| Volltext | rfc-editor.org/rfc/rfc1332 |
RFC 1332 definiert das Internet Protocol Control Protocol (IPCP) als Network Control Protocol (NCP) für den Point-to-Point Protocol (PPP). IPCP ist zuständig für die Aushandlung, Aktivierung und Deaktivierung der IP-Kommunikation über eine PPP-Verbindung. Es verwendet den gleichen Nachrichten- und Zustandsautomaten wie das Link Control Protocol (LCP), jedoch mit einem eigenen Satz von Konfigurationsoptionen und dem Protokollkennungswert 0x8021 im PPP-Rahmen.
Der Kern von IPCP besteht aus drei Konfigurationsoptionen: IP-Addresses (veraltet), IP-Compression-Protocol und IP-Address. Die Option IP-Address ermöglicht die dynamische Zuweisung von IP-Adressen an die PPP-Peers. IP-Compression-Protocol erlaubt die Aushandlung einer Komprimierungsmethode, wobei das RFC spezifisch die Van-Jacobson-TCP/IP-Header-Kompression unterstützt. Die Kommunikation beginnt erst, wenn PPP die Network-Layer-Protokoll-Phase erreicht hat und IPCP in den geöffneten Zustand übergegangen ist; dann werden IP-Datagramme mit dem Protokollkennungswert 0x0021 gekapselt übertragen.
Historisch war RFC 1332 ein zentrales Dokument für die Einwahl- und DSL-Internetverbindungen der 1990er und frühen 2000er Jahre, da es die Standardmethode zur IP-Konfiguration über PPP definierte. Heute ist das Protokoll weitgehend durch andere Verfahren abgelöst, aber in älteren Infrastrukturen und speziellen Anwendungen bleibt es relevant. Die IP-Address-Option wurde später durch die IPCP-Optionen für die IP-Adresszuweisung abgelöst, die in RFC 1877 weiterentwickelt wurden.