RFC 1661 – The Point-to-Point Protocol (PPP)
| Status | Internet Standard |
|---|---|
| Veröffentlicht | Juli 1994 |
| Ersetzt | RFC 1548 |
| Volltext | rfc-editor.org/rfc/rfc1661 |
RFC 1661 standardisiert das Point-to-Point Protocol (PPP) für die Übertragung von Mehrprotokoll-Datagrammen über Punkt-zu-Punkt-Verbindungen. Es besteht aus drei Kernkomponenten: einer Methode zur Kapselung von Datagrammen verschiedener Netzwerkprotokolle, dem Link Control Protocol (LCP) zum Aufbau und Test der Datenverbindung sowie einer Familie von Network Control Protocols (NCPs) für die Konfiguration einzelner Netzwerkschichtprotokolle. Der Standard definiert einen erweiterbaren Mechanismus zur Aushandlung von Parametern, der automatisch oder manuell konfiguriert werden kann.
Der Kern von PPP ist die ausgehandelte Kapselung mit minimalem Overhead von standardmäßig acht Oktetten, die auf hochperformante Implementierungen und Bandbreiteneffizienz ausgelegt ist. Der LCP steuert den Verbindungsaufbau über Phasen wie Link Dead, Link Establishment und Network-Layer Protocol Phase, in der die NCPs aktiv werden. Die Aushandlung von Optionen wie Maximum Receive Unit, Authentifizierung oder Komprimierung erfolgt über einen endlichen Automaten mit definierten Zuständen, Ereignissen und Aktionen (Configure-Request, Configure-Ack usw.).
Historisch löste RFC 1661 den Vorgänger RFC 1548 ab und etablierte PPP als Standard für Einwahl- und Standleitungen, insbesondere zwischen Routern und Hosts. Heute bleibt PPP grundlegend für viele Zugangstechnologien wie DSL (PPPoE) und mobile Datenverbindungen, da es die flexible, protokollunabhängige Aushandlung über einfache serielle Verbindungen ermöglicht. Seine Architektur trennt klar Link- von Netzwerkkonfiguration und bleibt durch die Erweiterbarkeit der NCPs anpassbar.