RFC 1838 – Use of the X.500 Directory to support mapping between X.400 and RFC 822 Addresses

Überholt: ersetzt durch RFC 2164.

StatusExperimental
VeröffentlichtAugust 1995
Volltextrfc-editor.org/rfc/rfc1838

RFC 1838 spezifiziert die Nutzung des X.500-Verzeichnisdienstes zur Unterstützung der Abbildung zwischen X.400 O/R-Adressen und RFC 822-Mailboxen, wie sie in RFC 1327 definiert ist. Es führt eine verteilte und skalierbare Methode ein, um die globale Zuordnungstabellen-basierte Abbildung aus RFC 1327 in das X.500 Directory Information Tree (DIT) zu überführen. Dazu werden zwei unabhängige Subtrees unterhalb von "OU=X.400/RFC 822 Mapping, O=Internet" angelegt, einer für die Abbildung von X.400 auf RFC 822 und einer für die umgekehrte Richtung.

Der Kernmechanismus verwendet zwei neue Objektklassen: "x400ToRFC822Mapping" speichert im X.400-Subtree den zugehörigen Domain-Namen als Attribut "associatedDomain", während "rFC822ToX400Mapping" im Domain-Subtree die zugehörige O/R-Adresse als "associatedORAddress" oder einen Gateway-Verweis als "associatedX400Gateway" führt. Die Abbildung erfolgt mittels eines Longest-Match-Algorithmus, der den passendsten Eintrag im jeweiligen Subtree findet, typischerweise mit maximal zwei Verzeichnisabfragen.

Historisch adressiert RFC 1838 die Herausforderung der Interoperabilität zwischen dem x.400-basierten und dem internetbasierten E-Mail-System in den 1990er Jahren. Obwohl der experimentelle Status des RFC keinen verbreiteten Einsatz fand, dokumentiert es einen wichtigen Ansatz zur Nutzung von Verzeichnisdiensten für Adressabbildungen und illustriert die damaligen Bemühungen um eine skalierbare Gateway-Infrastruktur zwischen den beiden E-Mail-Welten.