RFC 1918 – Address Allocation for Private Internets

StatusBest Current Practice
VeröffentlichtFebruar 1996
ErsetztRFC 1597, RFC 1627
Volltextrfc-editor.org/rfc/rfc1918

RFC 1918 reserviert drei IPv4-Adressbereiche für private Netzwerke: 10.0.0.0/8, 172.16.0.0/12 und 192.168.0.0/16. Diese Adressen sind innerhalb eines Unternehmens eindeutig, aber nicht global eindeutig und werden von Routern im öffentlichen Internet nicht weitergeleitet. Die Spezifikation erlaubt Unternehmen, diese Adressen ohne Koordination mit der IANA oder einer Internet-Registrierungsstelle zu nutzen, was den Verwaltungsaufwand reduziert. Hosts mit privaten Adressen können untereinander sowie über Vermittlungsgateways (z. B. Application-Layer-Gateways) auf externe Dienste zugreifen, jedoch keine direkte IP-Verbindung außerhalb des Unternehmens aufbauen.

Der Kernmechanismus liegt in der Trennung von privaten und öffentlichen Adressen: Geräte, die keine Internet-Konnektivität benötigen, erhalten private IPs, während öffentlich erreichbare Hosts global eindeutige Adressen aus Provider-Blöcken beziehen. Dies ermöglicht Unternehmen, knappe öffentliche IPv4-Adressen zu schonen, und fördert die Aggregation von Routen im Internet, da Provider ihren Kunden Adressen aus eigenen Blöcken zuweisen.

Historisch spielte RFC 1918 eine zentrale Rolle, um die Erschöpfung des IPv4-Adressraums zu verlangsamen und das Routing-Wachstum zu begrenzen. Es ist bis heute die Grundlage für private Netzwerke in Unternehmen, Heimnetzen und Rechenzentren und bildet die Basis für Techniken wie NAT (Network Address Translation), die privaten Hosts dennoch Zugang zum Internet ermöglichen. Die Spezifikation bleibt ein Kernelement der IPv4-Netzwerkarchitektur und ist als Best Current Practice (BCP 5) etabliert.