RFC 2118 – Microsoft Point-To-Point Compression (MPPC) Protocol
| Status | Informational |
|---|---|
| Veröffentlicht | März 1997 |
| Volltext | rfc-editor.org/rfc/rfc2118 |
RFC 2118 spezifiziert das Microsoft Point-to-Point Compression (MPPC) Protocol, ein Verfahren zur Kompression von PPP-Paketen. Es baut auf dem LZ-Algorithmus mit einem gleitenden History-Puffer von maximal 8192 Bytes auf. Ziel ist es, bei vielen parallelen Verbindungen sowohl Prozessor- als auch Bandbreitennutzung zu optimieren, insbesondere unter typischen PPP-Bedingungen wie einer MTU von 1500 Bytes.
Der Kern des Protokolls besteht darin, dass der Kompressor eingehende PPP-Pakete durch Literal-Encoding oder Copy-Tuples darstellt, die auf bereits übertragene Daten im History-Puffer verweisen. Die Synchronisation zwischen Sender und Empfänger erfolgt über einen 12-Bit-Coherency-Count in jedem Paket. Weicht dieser Zähler auf der Empfängerseite vom Erwartungswert ab, wird ein CCP Reset-Request gesendet, um die History-Puffer neu zu synchronisieren. Bei Datenexpansion wird das ursprüngliche Paket unkomprimiert gesendet und der History-Puffer des Senders zurückgesetzt.
Historisch spielte MPPC eine wichtige Rolle in der Windows-Telefonie und bei DFÜ-Verbindungen, da es die Übertragungsgeschwindigkeit über schmalbandige Leitungen verbesserte. Heute ist es weniger relevant, da modernere Kompressionsverfahren und breitbandige Anschlüsse vorherrschen. Das RFC selbst hat informativen Charakter und stellt keinen Internetstandard dar.