RFC 2131 – Dynamic Host Configuration Protocol

StatusDraft Standard
VeröffentlichtMärz 1997
ErsetztRFC 1541
Volltextrfc-editor.org/rfc/rfc2131

RFC 2131 spezifiziert das Dynamic Host Configuration Protocol (DHCP), das auf dem Bootstrap Protocol (BOOTP) basiert. DHCP bietet einen Rahmen zur automatischen Zuweisung von IP-Adressen und zur Übergabe weiterer Konfigurationsparameter an Hosts in einem TCP/IP-Netzwerk. Im Gegensatz zum manuell konfigurierten BOOTP ermöglicht DHCP insbesondere die dynamische und automatische Wiederverwendung von Adressen, was die effiziente Nutzung begrenzter Adressräume erlaubt.

Der Kern des Protokolls beruht auf einem Client-Server-Modell. Ein DHCP-Client sendet Broadcast-Nachrichten (DHCPDISCOVER), um verfügbare Server zu finden. Ein Server antwortet mit einem Angebot (DHCPOFFER), das eine IP-Adresse und eine Gültigkeitsdauer (Lease) enthält. Der Client wählt ein Angebot aus und bestätigt es (DHCPREQUEST). Der Server quittiert dies (DHCPACK) und protokolliert die Zuordnung. Unterstützt werden dabei die automatische, dynamische und manuelle Adressvergabe. Die dynamische Vergabe mit zeitlich begrenzter Lease ist für temporäre Clients und zur Schonung knapper IP-Adressen zentral und unterscheidet DHCP maßgeblich von BOOTP.

Historisch hat RFC 2131 den Vorgänger RFC 1541 abgelöst und den DHCP-Standard etabliert. Es definiert weiterhin die Nachrichtenformate in Anlehnung an BOOTP, um die Nutzung von BOOTP-Relay-Agents zu ermöglichen, und führte unter anderem den neuen Nachrichtentyp DHCPINFORM ein. DHCP ist bis heute der dominierende Standard für die automatische Netzwerkkonfiguration in lokalen und Unternehmensnetzwerken und eine grundlegende Komponente fast aller IP-basierten Infrastrukturen.

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