RFC 2132 – DHCP Options and BOOTP Vendor Extensions
| Status | Draft Standard |
|---|---|
| Veröffentlicht | März 1997 |
| Ersetzt | RFC 1533 |
| Volltext | rfc-editor.org/rfc/rfc2132 |
RFC 2132 spezifiziert den vollständigen Satz von DHCP-Optionen und BOOTP-Vendor-Erweiterungen, die zur Konfiguration von Hosts in TCP/IP-Netzwerken verwendet werden. Es definiert das Format und die Semantik von getaggten Datenfeldern, die im Optionsfeld von DHCP-Nachrichten oder im Vendor-Feld von BOOTP-Paketen übertragen werden. Das Dokument löst den Vorgänger RFC 1497 ab und führt mehrere neue Optionen ein, darunter NIS+-Domain, Mobile-IP-Home-Agent, SMTP-Server, TFTP-Server und Bootfile-Server. Optionen werden durch einen eindeutigen Tag-Octet identifiziert und können feste oder variable Längen aufweisen, wobei alle Mehrfach-Octet-Werte in Netzwerk-Byte-Reihenfolge kodiert sind.
Der Kern des Mechanismus besteht darin, dass DHCP-Clients und -Server über diese Optionen Konfigurationsparameter wie IP-Adressen, Subnetzmasken, Router, DNS-Server und viele weitere Dienste aushandeln. Optionen der Klassen 128 bis 254 sind für standortspezifische Zwecke reserviert. Das Dokument unterscheidet zwischen universell einsetzbaren Optionen (Abschnitte 3–8) und DHCP-spezifischen Erweiterungen (Abschnitt 9). Historisch gesehen standardisiert RFC 2132 die Erweiterbarkeit des DHCP-Protokolls, indem es einen klaren Rahmen für die Registrierung neuer Optionen vorgibt und die Interoperabilität zwischen DHCP und BOOTP sicherstellt. Es bleibt ein grundlegender Referenzpunkt für die Netzwerkkonfiguration in IP-basierten Umgebungen.