RFC 2254 – The String Representation of LDAP Search Filters
Überholt: ersetzt durch RFC 4510, RFC 4515.
| Status | Proposed Standard |
|---|---|
| Veröffentlicht | Dezember 1997 |
| Ersetzt | RFC 1960 |
| Volltext | rfc-editor.org/rfc/rfc2254 |
RFC 2254 definiert eine menschenlesbare Zeichenkettendarstellung für LDAP-Suchfilter. Es ersetzt RFC 1960 und erweitert die Filterdefinition um Unterstützung für LDAPv3 Extended Match Filter sowie für alle möglichen LDAP-Suchfiltervarianten. Die Notation ermöglicht es, die in LDAP definierten Filterstrukturen wie UND, ODER, NICHT-Verknüpfungen sowie einfache Vergleiche, Teilzeichenfolgen, Präsenz- und Näherungssuche in einer einheitlichen Textform darzustellen.
Die Filter werden in Präfixnotation mit Klammern dargestellt, wobei jeder Filter mit einer öffnenden Klammer beginnt und mit einer schließenden endet. Zusammengesetzte Filter verwenden die Symbole "&" für UND, "|" für ODER und "!" für NICHT. Einfache Filter bestehen aus einem Attributnamen, einem Filtertyp wie "=", "~=", ">=" oder "<=" sowie einem Wert. Für erweiterte Filter können zusätzlich ":dn" für die Berücksichtigung von Distinguished Names und eine Matching Rule spezifiziert werden. Sonderzeichen wie "*", "(" und ")" sowie NUL müssen durch das Escapezeichen "\" und zwei Hexadezimalziffern kodiert werden.
Der Standard hat aktuell eine zentrale Bedeutung für die Interoperabilität von LDAP-Verzeichnisdiensten, da er eine standardisierte, textbasierte Filtersyntax bereitstellt, die in vielen Anwendungen zur Verzeichnisabfrage verwendet wird. Die menschenlesbare Darstellung erleichtert die manuelle Erstellung und Fehlersuche von LDAP-Suchfiltern und wird von nahezu allen LDAP-Implementierungen unterstützt.