RFC 2549 – IP over Avian Carriers with Quality of Service

StatusInformational
VeröffentlichtApril 1999
Volltextrfc-editor.org/rfc/rfc2549

RFC 2549 erweitert den in RFC 1149 spezifizierten Transport von IP-Datagrammen über Vögel (Avian Carriers) um Quality-of-Service-Mechanismen. Es definiert vier Dienstklassen: Concorde, First, Business und Coach, wobei Concorde eine beschleunigte Zustellung ermöglicht. Die Dienstklasse wird durch Strichcodes auf den Flügeln der Trägervögel gekennzeichnet. Ein Bar-code-Leser erfasst diese beim Eintritt in einen Router, der die Vögel dann in die entsprechende Warteschlange einreiht.

Zur Verkehrssteuerung kommen gewichtete Warteschlangen (Weighted Fair Queueing) mittels Waagen zum Einsatz. Pakete können während der Wartephase durch rote Farbe (RED paint) zur Löschung markiert werden. Für sichere Netze werden die Klassen Prime und Choice angeboten, wobei Prime-Träger Public-Key-Verschlüsselung selbstständig durchführen. Multicast erfordert einen Klon-Apparat, wobei Träger bei Baumreduzierungen verloren gehen können.

Dieser experimentelle RFC aus dem April 1999 ist ein humoristischer Aprilscherz, der eine ernsthafte Diskussion über Quality of Service und Netzwerkarchitektur persifliert. Er thematisiert auf ironische Weise Konzepte wie NAT-Probleme, Kapselung, Sicherheitsaspekte oder Protokollstandards und dient als unterhaltsame Kritik an übertriebenen Komplexitätsansätzen in der Netzwerktechnik. Die im RFC spezifizierten MIB-Objekte für die Trägervögel unterstreichen den satirischen Charakter.