RFC 2833 – RTP Payload for DTMF Digits, Telephony Tones and Telephony Signals

Überholt: ersetzt durch RFC 4733, RFC 4734.

StatusProposed Standard
VeröffentlichtMai 2000
Volltextrfc-editor.org/rfc/rfc2833

RFC 2833 definiert zwei Nutzlastformate für RTP zur Übertragung von DTMF-Ziffern, Telefontönen und Telefonsignalen. Es adressiert das Problem, dass niedrigratige Sprachcodecs wie G.723.1 oder G.729 diese Signale nicht zuverlässig und für eine automatische Erkennung ausreichend genau codieren können. Das RFC unterscheidet zwischen zwei Ansätzen: der Übertragung benannter Ereignisse und der Übertragung der rohen Tonfrequenzkomponenten. Es ist für Gateway-Szenarien, Endsysteme und sogenannte „RTP-Trunks“ konzipiert, bei denen RTP herkömmliche leitungsvermittelte Verbindungen ersetzt und die Übertragung von Signalisierungstönen in einer Paketnetzumgebung sicherstellen muss.

Der Kernmechanismus besteht darin, DTMF-Ziffern und andere Telefonereignisse als separate RTP-Pakete zu kapseln, die dieselbe Sequenznummer und Zeitstempelbasis wie der reguläre Audiostrom verwenden. Dies ermöglicht eine präzise zeitliche Abstimmung zwischen Audio und Ereignissen, was besonders für die korrekte Erkennung und Wiedergabe bei Gateways wichtig ist. Das Format definiert eine Reihe von Ereignistypen, darunter DTMF-Ziffern 0–9, *, # und Buchstaben A–D sowie Signaltöne wie Freizeichen, Besetztton und Rufzeichen. Die Pakete enthalten Informationen über Beginn, Dauer und Lautstärke des Ereignisses und können über mehrere Pakete wiederholt gesendet werden, um Packetverlust zu kompensieren.

Das RFC hat historisch und aktuell eine zentrale Rolle bei der Interoperabilität zwischen IP-Telefonie und dem traditionellen Telefonnetz. Es ersetzt die Notwendigkeit, Töne über Audiocodecs zu übertragen, die diese Signale verfälschen würden, und ermöglicht eine zuverlässige Signalisierung für Dienste wie IVR-Systeme oder die Steuerung von Media-Gateway-Controllern. Durch die Trennung von Audio- und Signalisierungspaketen bleibt die Qualität der