RFC 3078 – Microsoft Point-To-Point Encryption (MPPE) Protocol
| Status | Informational |
|---|---|
| Veröffentlicht | März 2001 |
| Volltext | rfc-editor.org/rfc/rfc3078 |
RFC 3077 spezifiziert das Microsoft Point-to-Point Encryption (MPPE) Protocol, ein Verfahren zur Verschlüsselung von PPP-Dateneinheiten. Es baut auf dem PPP-Compression-Control-Protocol auf und nutzt den RSA RC4-Algorithmus, um Vertraulichkeit zu gewährleisten. Die Sitzungsschlüssellänge wird ausgehandelt und unterstützt 40, 56 oder 128 Bit. Die Schlüssel werden häufig – je nach Aushandlung sogar paketweise – gewechselt.
Der Kern des Protokolls liegt in der CCP-Option 18, wo MPPE ausgehandelt wird. Jedes verschlüsselte Paket erhält einen neuen PPP-Protokollfeldwert (0x00FD) und einen 12-Bit-Kohärenzzähler zur Synchronisation. Im stateless-Modus wird nach jedem Paket der Sitzungsschlüssel mit dem FLUSHED-Bit neu initialisiert; sonst erfolgt eine Resynchronisation über CCP-Reset-Request bei Zählerabweichung. Nicht verschlüsselte Pakete (außerhalb des Bereichs 0x0021–0x00FA) bleiben unverändert.
Historisch war MPPE vor allem in Microsoft-RAS- und VPN-Lösungen (PPTP) verbreitet und stellte eine einfache, aber effiziente Methode zur PPP-Verschlüsselung dar. Aktuell gilt es aufgrund von RC4-Schwachstellen und der veralteten Schlüssellängen als unsicher; moderne Protokolle wie IPsec oder TLS haben es weitgehend abgelöst. Dennoch dokumentiert RFC 3078 einen wichtigen Schritt in der Entwicklung von PPP-basierten Sicherheitsmechanismen.