RFC 3164 – The BSD Syslog Protocol

Überholt: ersetzt durch RFC 5424.

StatusInformational
VeröffentlichtAugust 2001
Volltextrfc-editor.org/rfc/rfc3164

RFC 3164 beschreibt das BSD Syslog-Protokoll, ein einfaches, unidirektionales Transportsystem für Ereignisbenachrichtigungen über IP-Netzwerke. Es fasst die beobachtete Praxis der Syslog-Kommunikation zusammen, die seit Jahren in Unix- und Netzwerkumgebungen eingesetzt wird, jedoch nie als formaler Internetstandard festgelegt wurde. Das Protokoll definiert, wie Nachrichten von einem sendenden Gerät zu einem oder mehreren Sammlern (Syslog-Servern) übertragen werden, ohne dass eine Bestätigung des Empfangs erfolgt.

Der Kern des Protokolls ist ein einfaches Paketformat, bestehend aus einem PRI-Teil (mit Facility und Severity), einem HEADER (optional mit Timestamp und Hostname) und einer MSG (der eigentlichen Ereignisnachricht). Die Nachrichten werden über UDP (Port 514) versendet. Die Kategorisierung nach Facility (z. B. Kern, Mail, Auth) und Severity (von Emergency bis Debug) ermöglicht eine flexible Filterung und Weiterleitung durch die Administratoren. Da kein verbindlicher Standard vorlag, variiert die tatsächliche Implementierung oft.

Historisch gesehen war RFC 3164 lange Zeit die de-facto-Referenz für Syslog, obwohl es nur den informellen Status hat. Es dokumentierte die gängige Praxis auf BSD-Systemen und förderte die weite Verbreitung des Protokolls in Betriebssystemen und Netzwerkgeräten. Inzwischen wurde es durch den standardisierten Nachfolger RFC 5424 (Syslog Protocol) abgelöst, doch die einfache Struktur von RFC 3164 wird in vielen Legacy- und Embedded-Systemen weiterhin verwendet.