RFC 3314 – Recommendations for IPv6 in Third Generation Partnership Project (3GPP) Standards
| Status | Informational |
|---|---|
| Veröffentlicht | September 2002 |
| Volltext | rfc-editor.org/rfc/rfc3314 |
RFC 3314 enthält Empfehlungen der IETF IPv6 Working Group an die 3GPP-Gemeinschaft zur Nutzung von IPv6 in 3GPP-Standards. Es adressiert Einschränkungen der damaligen 3GPP-Architektur, insbesondere bei der Adresszuweisung über den Packet Data Protocol (PDP) Context. Die Arbeitsgruppe empfiehlt, dass mehrere IPv6-Präfixe einem primären PDP Context zugeordnet werden dürfen, ein bestimmtes Präfix jedoch nicht mehr als einem primären PDP Context zugewiesen werden darf. Zudem soll es 3GPP-Knoten erlaubt sein, innerhalb dieser Präfixe mehrere Identifikatoren zu nutzen, einschließlich zufällig generierter.
Der Kern der Spezifikation liegt in der Ermöglichung von IPv6 Stateless Address Autoconfiguration in UMTS-Netzen. Ursprünglich sah der 3GPP-Standard vor, einem PDP Context einen vollständigen 128-Bit-IPv6-Adressbereich zuzuweisen, was die Nutzung mehrerer Präfixe und Interface-Identifikatoren blockierte. RFC 3314 empfiehlt stattdessen die Zuweisung eines eindeutigen /64-Präfixes pro primärem PDP Context, was die Autokonfiguration mehrerer Adressen und die Unterstützung von Privacy Extensions erlaubt. Die 3GPP übernahm diese Kernempfehlungen bereits im März 2002, sodass das Dokument maßgeblich zur Integration von IPv6 in Mobilfunknetze beitrug.