RFC 3330 – Special-Use IPv4 Addresses

Überholt: ersetzt durch RFC 5735.

StatusInformational
VeröffentlichtOktober 2002
Volltextrfc-editor.org/rfc/rfc3330

RFC 3330 spezifiziert die von der IANA direkt zugewiesenen IPv4-Adressblöcke für globale oder spezialisierte Zwecke. Es fasst die in verschiedenen RFCs und Dokumenten verstreuten Referenzen zu diesen speziellen Adressbereichen zusammen. Das Dokument behandelt nicht den Adressraum, der über die Regional Internet Registries an Betreiber und Nutzer vergeben wird, und bezieht sich ausschließlich auf IPv4.

Die Kernfunktion besteht darin, die Verwendung dieser speziellen Blöcke klar zu definieren, darunter die Privatnetze 10.0.0.0/8, 172.16.0.0/12 und 192.168.0.0/16 nach RFC 1918, den Loopback-Bereich 127.0.0.0/8, das Link-Local-Netz 169.254.0.0/16, den Test-Net-Block 192.0.2.0/24 für Dokumentation, den 6to4-Relay-Anycast-Block 192.88.99.0/24 sowie den Multicast-Bereich 224.0.0.0/4. Es listet auch reservierte Blöcke wie 240.0.0.0/4 und solche auf, die für Benchmark-Tests (198.18.0.0/15) oder Kabelfernsehnetze (24.0.0.0/8) vorgesehen sind.

Historisch dient RFC 3330 als zentrale Referenz zur Identifikation von Adressblöcken mit besonderen Verwendungsregeln, die nicht im normalen öffentlichen Internet routing auftauchen dürfen. Obwohl es kein Standard ist, bleibt es für Netzbetreiber und Entwickler relevant, da es die Grundlage für die korrekte Adressierung in Privatnetzen, Loopback-Tests und andere spezielle Szenarien definiert.