RFC 3501 – INTERNET MESSAGE ACCESS PROTOCOL - VERSION 4rev1
Überholt: ersetzt durch RFC 9051.
| Status | Proposed Standard |
|---|---|
| Veröffentlicht | März 2003 |
| Ersetzt | RFC 2060 |
| Volltext | rfc-editor.org/rfc/rfc3501 |
RFC 3501 spezifiziert das Internet Message Access Protocol Version 4rev1 (IMAP4rev1), mit dem ein Client elektronische Nachrichten auf einem Server verwalten kann. Es erlaubt das Erstellen, Löschen und Umbenennen von Mailboxen, das Prüfen auf neue Nachrichten, das dauerhafte Entfernen von Nachrichten sowie das Setzen und Löschen von Flags. Zudem unterstützt es das Parsen von Nachrichtenformaten, Suchfunktionen und den selektiven Abruf von Nachrichtenattributen und -texten. Der Zugriff auf Nachrichten erfolgt über Nachrichtensequenznummern oder eindeutige Identifikatoren.
Der Kern des Protokolls basiert auf einem zustandsgesteuerten Ablauf zwischen Client und Server. Die Kommunikation durchläuft die Zustände „Nicht authentifiziert“, „Authentifiziert“, „Ausgewählt“ und „Abgemeldet“. Nach der Authentifizierung kann der Client eine Mailbox auswählen und dort Operationen wie das Abrufen, Suchen oder Verändern von Nachrichten durchführen. IMAP4rev1 ermöglicht es Clients auch, nach einer Offline-Phase mit dem Server zu resynchronisieren.
Historisch gesehen hat RFC 3501 das ältere RFC 2060 abgelöst und ist ein zentraler Standard für den E-Mail-Zugriff, der im Unterschied zu POP3 die serverzentrierte Nachrichtenverwaltung ermöglicht. Es definiert keine Methode zum Versenden von Nachrichten, sondern verlässt sich dafür auf Protokolle wie SMTP. IMAP4rev1 ist bis heute die Grundlage für moderne E-Mail-Clients, die eine flexible und serverbasierte Mailbox-Verwaltung benötigen.