RFC 3731 – Extensible Provisioning Protocol (EPP) Domain Name Mapping
Überholt: ersetzt durch RFC 4931.
| Status | Proposed Standard |
|---|---|
| Veröffentlicht | März 2004 |
| Volltext | rfc-editor.org/rfc/rfc3731 |
RFC 3731 spezifiziert eine Erweiterung des Extensible Provisioning Protocol (EPP) für die Verwaltung von Internet-Domänennamen in einem zentralen Repository. Die Abbildung definiert in XML die Syntax und Semantik von EPP-Befehlen für Domänenobjekte, einschließlich Operationen wie Erstellen, Löschen, Verlängern, Übertragen und Aktualisieren. Dabei wird die Beziehung zwischen Domänenobjekten und Host-Objekten (Namensservern) geregelt: Domänen haben eine übergeordnete Beziehung zu untergeordneten Hosts, und Aktionen, die diese Beziehung verletzen, sind explizit verboten.
Der Kern der Spezifikation beschreibt Objektattribute wie Domänen- und Hostnamen, Kontakt- und Client-IDs, Statuswerte, Gültigkeitszeiträume und Autorisierungsinformationen. Nameserver können entweder als Verweise auf bestehende Host-Objekte oder als Domänenattribute mit IP-Adressen angegeben werden. Ein Server muss konsistent eine der beiden Formen verwenden. IP-Adressen werden dabei nur für DNS-Glue-Records benötigt. Die Implementierung unterstützt sowohl IPv4- als auch IPv6-Adressformate.
Historisch ist RFC 3731 als Standard-Track-Dokument von 2004 grundlegend für die automatisierte Domänenverwaltung in Registrar-Registry-Umgebungen, wie sie etwa von Domain-Registraren und DENIC genutzt wird. Es bildet die Basis für viele heutige Domain-Registrierungssysteme und erlaubt die standardisierte Kommunikation zwischen verschiedenen Anbietern. Die Spezifikation bleibt aktuell, da sie mit dem EPP-Protokoll und XML-Schemata arbeitet und internationale Domänennamen unterstützt.