RFC 3768 – Virtual Router Redundancy Protocol (VRRP)
Überholt: ersetzt durch RFC 5798.
| Status | Draft Standard |
|---|---|
| Veröffentlicht | April 2004 |
| Ersetzt | RFC 2338 |
| Volltext | rfc-editor.org/rfc/rfc3768 |
RFC 3768 spezifiziert das Virtual Router Redundancy Protocol (VRRP), ein Wahlprotokoll für IPv4-Router in einem LAN. Es beseitigt die Schwachstelle eines einzelnen statischen Standardgateways, indem es mehrere physische Router zu einem logischen „virtuellen Router“ zusammenfasst. Endgeräte verwenden die IP-Adresse dieses virtuellen Routers als ihr Standard-Gateway, ohne dass auf ihnen dynamische Routing-Protokolle oder Router-Discovery-Mechanismen laufen müssen. Das Protokoll ist definiert für den Einsatz auf gemeinsamen LAN-Segmenten.
Im Kern wählen die VRRP-fähigen Router untereinander einen Master. Der Master übernimmt die IP-Adresse(n) des virtuellen Routers und leitet die an diese Adressen gesendeten Pakete weiter. Fällt der Master aus, übernimmt ein Backup-Router nahtlos die Rolle des Masters, da dieser die fehlenden VRRP-Werbeanzeigen erkennt. Dies geschieht dynamisch ohne administrativen Eingriff und gewährleistet eine höhere Verfügbarkeit des Standardpfads.
Historisch löst VRRP proprietäre Protokolle wie HSRP ab und ist seit 2004 als Standard (RFC 3768, das RFC 2338 ersetzt) etabliert. Es ist ein fundamentales Protokoll zur Steigerung der Ausfallsicherheit in IP-Netzwerken, das in nahezu jedem Router und Switch implementiert ist, der Hochverfügbarkeit für Edge-Netzwerke bereitstellt.