RFC 4615 – The Advanced Encryption Standard-Cipher-based Message Authentication Code-Pseudo-Random Function-128 (AES-CMAC-PRF-128) Algorithm for the Internet Key Exchange Protocol (IKE)
| Status | Proposed Standard |
|---|---|
| Veröffentlicht | August 2006 |
| Volltext | rfc-editor.org/rfc/rfc4615 |
RFC 4615 spezifiziert den AES-CMAC-PRF-128-Algorithmus, eine pseudo-zufällige Funktion (PRF) für das Internet Key Exchange Protocol (IKEv2). Der Algorithmus basiert auf AES-CMAC, einem Message Authentication Code (MAC) mit 128-Bit-Ausgabe, und erweitert dessen Verwendung auf IKEv2 zur Schlüsselableitung und Authentifizierung. Dabei wird die Beschränkung von AES-CMAC auf einen 128-Bit-Schlüssel aufgehoben: Der PRF akzeptiert sowohl feste als auch variable Schlüssellängen.
Der Kern des Algorithmus besteht aus zwei Schritten. Ist der variable Schlüssel (VK) genau 128 Bit lang, wird er direkt als AES-CMAC-Schlüssel K verwendet. Bei abweichender Länge wird K durch Anwenden von AES-CMAC mit einem 128-Bit-Nullschlüssel auf VK abgeleitet. Anschließend wird AES-CMAC mit K auf die Eingabedaten M angewendet, um die 128-Bit-Pseudo-Zufallsvariable (PRV) zu erzeugen. Für IKEv2 wird AES-CMAC-PRF-128 für Schlüsselmaterial mit festen 16-Oktett-Schlüsseln verwendet, während die Authentifizierung variable Schlüssellängen erlaubt.
Historisch ist dieses RFC ein wichtiger Standard, der AES-basierte Kryptographie in IKEv2 integriert und damit eine moderne, sichere Alternative zu älteren PRF-Algorithmen bietet. Die IANA hat den PRF unter der Kennung 8 (PRF_AES128_CMAC) registriert. Die Sicherheit basiert auf der Stärke von AES und AES-CMAC, wobei für variable Schlüssel eine Mindestlänge von 128 Bit empfohlen wird, um ausreichende Entropie zu gewährleisten.