Datenraten und Datenmengen umrechnen

Mbit/s in MB/s, Gigabyte in Gibibyte, und wie lange eine Datei tatsächlich unterwegs ist. Das Werkzeug weist dabei beide Verwechslungen aus, an denen solche Rechnungen üblicherweise scheitern: Bit gegen Byte und dezimale gegen binäre Vorsätze. Die Umrechnung läuft vollständig im Browser, es werden keine Eingaben übertragen.

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Übertragungsdauer abschätzen

Wie lange dauert es, eine Datei dieser Größe über eine Leitung dieser Geschwindigkeit zu übertragen?

Typische Fälle: · · · · ·

Hinweise zur Umrechnung

Bit gegen Byte

Ein Byte besteht aus acht Bit. Datenraten von Leitungen werden in Bit je Sekunde angegeben, Dateigrößen dagegen in Byte. Daraus entsteht die häufigste Fehlannahme überhaupt: Ein Anschluss mit 100 Mbit/s liefert rund 12,5 MB/s, nicht 100 MB/s. Wer den Unterschied nicht kennt, hält den Anschluss für gedrosselt.

In der Schreibweise wird das kleine b für Bit und das große B für Byte verwendet: Mbit/s oder Mb/s gegen MB/s. Weil der Unterschied in der Praxis oft untergeht, liest dieses Werkzeug eine kleingeschriebene Eingabe wie 100 mb als Megabyte und sagt das dazu.

Dezimale gegen binäre Vorsätze

Ein Kilobyte sind 1.000 Byte, ein Kibibyte 1.024 Byte. Bei Gigabyte gegen Gibibyte wächst der Unterschied auf rund sieben Prozent an, bei Terabyte auf rund zehn.

Das erklärt, warum eine Festplatte mit 1 TB im Betriebssystem nur mit etwa 931 GB erscheint: Der Hersteller rechnet dezimal, das System zeigt binär an, beschriftet den Wert aber weiterhin mit dem dezimalen Kürzel. Es fehlt kein Speicher, es werden zwei verschiedene Maße gleich benannt.

Bei Datenraten kommen binäre Vorsätze übrigens nicht vor: Ein Anschluss mit 1 Gbit/s überträgt exakt 1.000.000.000 Bit je Sekunde. Binäre Vorsätze tauchen erst dort auf, wo die Gegenstelle Byte zählt — etwa wenn ein Ladeprogramm den Durchsatz in MiB/s anzeigt.

Warum die errechnete Dauer nie erreicht wird

Die rechnerische Dauer ist eine Untergrenze. Auf der Leitung fährt nicht nur die Datei, sondern auch der Rahmen um sie herum: Adressen, Prüfsumme, Kopfdaten von IP und TCP sowie die Pause zwischen zwei Rahmen.

Bei Ethernet mit der üblichen Rahmengröße bleiben davon rund 95 Prozent der Bruttorate für Nutzdaten übrig. Im WLAN liegt der Anteil deutlich niedriger, weil sich alle Teilnehmer ein Medium teilen und jede Übertragung bestätigt werden muss. Die Aufstellung dazu steht im Rechenweg unter der Dauerangabe.

Verlinkbare Ergebnisse

Jedes Ergebnis hat eine eigene Adresse. Der Knopf unter der Tabelle kopiert sie, sodass sich eine Umrechnung in einem Forenbeitrag verlinken lässt. Die Eingabe steht dabei nur im Adressteil hinter dem Rautezeichen und erreicht diesen Server nicht.

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