Elektronik

Elektronik behandelt die Ebene unterhalb der fertigen Baugruppe: einzelne Bauelemente, ihre Herstellung und die Schaltungen, zu denen sie zusammengefügt werden. In einem Netzwerklexikon steht sie dort, wo Erklärungen sonst abbrechen würden — beim Chip auf der Platine, beim Fertigungsausschuss, beim Schutz vor statischer Entladung.

Die Fertigung von Halbleitern liefert dabei eigene Begriffe. Der Die ist der ungehäuste Siliziumchip, der aus dem Wafer vereinzelt wird; der Yield beschreibt, welcher Anteil davon brauchbar ist, und ist die betriebswirtschaftlich entscheidende Größe der gesamten Branche. CMOS bezeichnet die Technologie, in der praktisch alle heutigen Logikschaltungen gefertigt werden.

Ein zweiter Bereich betrifft die Handhabung. Elektrostatische Entladung zerstört Halbleiter oft nicht sofort, sondern schädigt sie so, dass sie erst Wochen später ausfallen — weshalb ESD-Schutz keine Formalie ist, sondern der Grund, warum sich sporadische Fehler häufig nicht reproduzieren lassen.

Dazu kommen Anwendungen, in denen Elektronik unmittelbar sichtbar wird: kontaktlose Chipkarten nach MIFARE, RFID-Transponder, POS-Terminals im Zahlungsverkehr. Sie zeigen, wie weit die Grenze zwischen Elektronik und Netzwerktechnik inzwischen verwischt ist — ein Transponder ohne eigene Stromversorgung ist ein vollwertiger Kommunikationsteilnehmer.