POS-Terminal
Abkürzung: PoS
Ein POS-Terminal ist ein elektronisches Gerät für die bargeldlose Bezahlung direkt am Verkaufsort. Die Abkürzung POS steht für „Point of Sale“. Die Geräte akzeptieren Debit- und Kreditkarten ebenso wie kontaktlose Zahlungen per NFC.
Technischer Aufbau
Unter der Haube arbeiten ein Chipkartenleser, ein Magnetstreifenleser und eine NFC-Antenne. Ein manipulationssicheres Sicherheitsmodul schützt die kryptografischen Schlüssel und verarbeitet die eingegebene PIN. Die Kommunikation mit dem Zahlungsnetz läuft wahlweise über Ethernet, WLAN oder Mobilfunk. So erreicht das Terminal den Acquirer, der die Transaktion an die kartenausgebende Bank weiterleitet.
So läuft eine Zahlung ab
Bei einer Kreditkartenzahlung fragt das Terminal online bei der Bank an und erhält eine Autorisierung. Kontaktlose Zahlungen kommen mit einem kurzen Auflegen der Karte oder des Smartphones aus. Die Funkübertragung folgt dem EMV-Standard, der einen dynamischen Sicherheitscode für jede Transaktion erzeugt. Damit ist die Zahlung ebenso sicher wie das Stecken der Karte.
Sicherheit
Jedes Terminal muss den Sicherheitsstandard PCI PTS erfüllen. Sensoren erkennen Bohrversuche, starken Spannungsabfall oder extreme Temperaturen. Sobald ein Angriff detektiert wird, löscht das Gerät den gesamten Schlüsselspeicher. Zahlungsdaten werden vor der Übertragung tokenisiert. Statt der echten Kartennummer fließt ein einmaliger Token durch das Netz. Die sensiblen Informationen bleiben geschützt im Terminal und beim Acquirer.
Bauformen
Mobile Terminals mit Akku und eingebautem Drucker lösen stationäre Tischgeräte zunehmend ab. Für Ticket- und Verkaufsautomaten gibt es sogenannte Unattended Terminals. Sie arbeiten ohne Aufsicht und sind besonders robust gegen Witterung und Vandalismus konstruiert.
In der Schweiz tragen die Geräte oft die Bezeichnung EFT/POS-Terminal. EFT steht für Electronic Funds Transfer.
