Multimedia
Multimedia umfasst die Formate, in denen Bild, Ton und Video gespeichert und übertragen werden, sowie die Geräte, die sie wiedergeben. Der gemeinsame Nenner ist die Kompression: Unkomprimierte Medien sind für Übertragung und Speicherung in der Praxis zu groß, weshalb praktisch jedes Format Verluste in Kauf nimmt, die für das menschliche Auge oder Ohr möglichst unauffällig bleiben sollen.
Bei Bewegtbild ist H.264 der langlebigste Standard; die darin verwendete arithmetische Codierung CABAC steht für den Ansatz, statistische Redundanz konsequent auszunutzen. Bei Einzelbildern arbeitet JPEG verlustbehaftet, PNG verlustfrei — die Wahl zwischen beiden ist deshalb keine Qualitätsfrage, sondern eine Frage des Bildinhalts. EXIF ergänzt Aufnahmedaten, die datenschutzrechtlich relevant sein können, weil sie regelmäßig Ortsangaben enthalten.
Farbmodelle bestimmen, wie Farben überhaupt beschrieben werden: RGB additiv für selbstleuchtende Anzeigen, CMYK subtraktiv für den Druck. Dass sich beide nicht verlustfrei ineinander überführen lassen, ist der Grund für Farbabweichungen zwischen Bildschirm und Ausdruck.
Bei der Übertragung im Netz regelt RTSP die Steuerung von Medienströmen — Starten, Anhalten und Spulen —, während der eigentliche Datenstrom über andere Protokolle läuft.
- Brightness Brightness ist der englische Begriff für Helligkeit und bezeichnet den entsprechenden Regler an Fernsehern oder Monitoren zur Einstellung der Bildhelligkeit.
- CMYK-Farbmodell Das CMYK-Farbmodell (Cyan, Magenta, Yellow, Key/Black) ist ein subtraktives Farbmodell, das hauptsächlich im Druck eingesetzt wird.
- Data Over Cable Service Interface Specification (DOCSIS) DOCSIS ist ein Standard für die Datenübertragung über das Fernsehkabelnetz - ITU-T J.112
- Dickte Dickte bezeichnet in der Typografie die Breite eines Buchstabens inklusive seiner Vor- und Nachbreite.
- Exchangeable Image File Format (EXIF) Das Exchangeable Image File Format (EXIF) erweitert JPEG- oder TIFF-Dateien um Metainformationen wie Aufnahmezeit und Kameraeinstellungen, die von Digitalkameras erzeugt werden.
- H.264 H.264 ist ein ITU-Verfahren zur Videokompression, das auch als MPEG-4/AVC (Advanced Video Coding) bekannt ist und bei HD-DVD, Blu-ray Disc sowie DVB-S2 eingesetzt wird.
- Home Theater Personal Computer (HTPC) Ein Home Theater Personal Computer (HTPC) ist ein für das Wohnzimmer konzipierter Multimedia-PC zur Wiedergabe und Aufzeichnung von Audio- und Video-Daten.
- Joint Photographic Experts Group (JPEG) Die Joint Photographic Experts Group (JPEG) ist ein Gremium der ITU, das das gleichnamige Grafikformat entwickelte, das im WWW weit verbreitet ist und eine starke Komprimierung von Bildern ermöglicht.
- Mole Video-CD (MVCD) Die Mole Video-CD (MVCD) ist eine Video-CD mit ca. 2 Stunden Spielzeit für einen ganzen Film. Die Daten sind mit variabler Bitrate und MPEG-1 oder MPEG-2 kodiert.
- Pivot (Bildschirm) Pivot bezeichnet bei Flachbildschirmen eine Funktion, bei der das Display um 90 Grad gedreht werden kann, um DIN-A4-Seiten im Hochformat darzustellen. Der Grafiktreiber muss dies unterstützen.
- Portable Network Graphics (PNG) Portable Network Graphics (PNG) ist ein frei verfügbares, verlustfrei komprimierendes Grafikdateiformat mit Alpha-Kanal-Transparenz, das als patentfreier GIF-Ersatz entwickelt wurde.
- Real-Time Streaming Protocol (RTSP) Das Real-Time Streaming Protocol (RTSP) ist ein HTTP-basiertes Protokoll zur Übertragung kontinuierlicher Datenströme über IP-Netze und wird auch zur Steuerung der Übertragung via UDP oder RTP genutzt, definiert in RFC 2326.
- Sony/Philips Digital Interface (S/P-DIF) Das Sony/Philips Digital Interface (S/P-DIF) ist eine Schnittstelle zur Übertragung von digitalen Audiosignalen und nutzt Steckertypen wie Cinch, koaxiale Mono-Klinkenstecker (ODT) oder optischen TOSLINK.
- Super Video Compact Disc (SVCD) Die Super Video Compact Disc (SVCD) ist eine CD zur Aufzeichnung von Videodaten und fasst je nach Qualität 30 bis 50 Minuten Videomaterial, sodass für einen Spielfilm zwei SVCDs notwendig sind.