Multimedia

Multimedia umfasst die Formate, in denen Bild, Ton und Video gespeichert und übertragen werden, sowie die Geräte, die sie wiedergeben. Der gemeinsame Nenner ist die Kompression: Unkomprimierte Medien sind für Übertragung und Speicherung in der Praxis zu groß, weshalb praktisch jedes Format Verluste in Kauf nimmt, die für das menschliche Auge oder Ohr möglichst unauffällig bleiben sollen.

Bei Bewegtbild ist H.264 der langlebigste Standard; die darin verwendete arithmetische Codierung CABAC steht für den Ansatz, statistische Redundanz konsequent auszunutzen. Bei Einzelbildern arbeitet JPEG verlustbehaftet, PNG verlustfrei — die Wahl zwischen beiden ist deshalb keine Qualitätsfrage, sondern eine Frage des Bildinhalts. EXIF ergänzt Aufnahmedaten, die datenschutzrechtlich relevant sein können, weil sie regelmäßig Ortsangaben enthalten.

Farbmodelle bestimmen, wie Farben überhaupt beschrieben werden: RGB additiv für selbstleuchtende Anzeigen, CMYK subtraktiv für den Druck. Dass sich beide nicht verlustfrei ineinander überführen lassen, ist der Grund für Farbabweichungen zwischen Bildschirm und Ausdruck.

Bei der Übertragung im Netz regelt RTSP die Steuerung von Medienströmen — Starten, Anhalten und Spulen —, während der eigentliche Datenstrom über andere Protokolle läuft.