Speichertechnik

Speicher ordnet sich nach einem einfachen Prinzip: Je schneller ein Speicher ist, desto teurer und kleiner ist er. Aus dieser Speicherhierarchie folgt der gesamte Aufbau eines Rechners — von den Registern im Prozessor über Cache und Arbeitsspeicher bis zu Datenträgern und Archivmedien.

Der Arbeitsspeicher ist flüchtig und wird als DRAM ausgeführt. Seine Entwicklung lässt sich an den Bauformen ablesen, von SIMM über DIMM bis zu den heutigen Modulen; die zugehörigen Generationen von SDR bis DDR5 unterscheiden sich in Taktverfahren, Spannung und Kodierung. Ein SPD-EEPROM auf jedem Modul teilt dem System dessen Kenndaten mit, sodass sich Timings nicht von Hand einstellen lassen müssen. Sonderformen wie FB-DIMM oder RDRAM zeigen Wege, die sich nicht durchgesetzt haben. Welche Bauform in welchem Steckplatz sitzt, ist im Guide zu den RAM-Bauformen ausführlich beschrieben.

Nichtflüchtige Halbleiterspeicher reichen vom klassischen ROM über EEPROM bis zu NAND-Flash, der Grundlage von Speicherkarten, USB-Medien und SSDs. Sie haben eine begrenzte Zahl von Schreibzyklen, was Verfahren zur Verteilung der Last erforderlich macht.

Bei rotierenden Datenträgern bestimmen Aufzeichnungsverfahren wie Perpendicular Recording die Datendichte; SMART liefert Zustandswerte, die einen bevorstehenden Ausfall oft, aber keineswegs zuverlässig ankündigen.

Bandtechnik schließlich ist für die Archivierung weiterhin im Einsatz, weil sie bei großen Datenmengen die günstigste Speicherform bleibt und sich physisch vom Netz trennen lässt — ein Vorteil, der mit Verschlüsselungsangriffen wieder an Bedeutung gewonnen hat.