Standards

Standards sind der Grund, warum Geräte verschiedener Hersteller zusammenarbeiten. Für die Praxis ist weniger ihr Inhalt entscheidend als das Wissen, wo man sie findet und welchen Status sie haben.

Die IEEE-802-Familie deckt die unteren Schichten ab. Die Nummerierung ist dabei kein Zufall: 802.3 steht für Ethernet, 802.11 für WLAN, 802.1 für übergreifende Fragen wie Spanning Tree, VLAN-Kennzeichnung oder Priorisierung. Ergänzungen werden mit Buchstaben angehängt und später in die Hauptnorm eingearbeitet — weshalb Bezeichnungen wie 802.3ab nach einiger Zeit aus dem Sprachgebrauch verschwinden, obwohl die Technik bleibt.

Die RFC-Reihe der IETF funktioniert anders. Ein RFC wird nie geändert; Korrekturen erscheinen als neues Dokument, das das alte ersetzt. Der Status reicht von Proposed Standard über Internet Standard bis Historic, und viele weit verbreitete Verfahren haben den vollen Standardstatus nie erreicht. Wer ein RFC zitiert, sollte deshalb prüfen, ob es noch aktuell ist.

Daneben stehen Normen aus der klassischen Normung von ISO, IEC, EN und DIN, die vor allem bei Verkabelung, Brandschutz und Umweltanforderungen greifen, sowie Branchenspezifikationen wie EIA/TIA 568 für die Steckerbelegung.

Einen Sonderfall bilden Regulierungen wie RoHS, die keine technische Funktion beschreiben, sondern die zulässige Zusammensetzung von Bauteilen — und trotzdem die Produktentwicklung erheblich beeinflusst haben.