Einfügedämpfung

Was ist die Einfügedämpfung?

Die Einfügedämpfung, englisch Insertion Loss (IL), bezeichnet die optische Leistungsminderung, die ein Signal durch das Einfügen eines Steckers, eines Spleißes oder einer passiven Komponente in eine Faserstrecke erfährt. Sie wird in Dezibel (dB) als Verhältnis von Ausgangsleistung zu Eingangsleistung ausgedrückt und ist die zentrale Qualitätsgröße für LWL-Verbindungen.

Typische Werte und ihre Bedeutung

Ein Fusionsspleiß trägt unter 0,05 dB bei, ein mechanischer Spleiß 0,2 bis 0,5 dB, ein hochwertiger Stecker 0,15 bis 0,3 dB. Eine komplette Kabelstrecke in einem Rechenzentrum darf nach Norm maximal 1,5 bis 2,5 dB Gesamtdämpfung aufweisen, abhängig von der Länge und der Faserkategorie. Jedes zusätzliche Zehntel Dezibel zehrt am Dämpfungsbudget und reduziert die Reserve für künftige Upgrades.

Messung und Abnahme

Die Einfügedämpfung wird mit einer kalibrierten Lichtquelle und einem optischen Leistungsmesser gemessen, meist nach der Substitutionsmethode mit Referenzmessung der Einspeiseleistung. Bei der Zertifizierungsmessung nach ISO/IEC 14763-3 werden alle Stecker und Spleiße in beide Richtungen gemessen und protokolliert. Nur wenn die Summendämpfung unterhalb der zulässigen Grenzwerte bleibt, gilt der Link als abgenommen und für den Betrieb freigegeben.

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