Spleißen
Was ist Spleißen?
Spleißen bezeichnet die dauerhafte, unlösbare Verbindung zweier Lichtwellenleiter-Enden. Im Gegensatz zu Steckverbindungen, die für mehrfaches Trennen und Verbinden ausgelegt sind, entsteht beim Spleißen eine homogene, durchgehende Glasverbindung mit minimaler Einfügedämpfung und ohne Reflexion. Spleißen wird überall dort eingesetzt, wo Kabelenden dauerhaft verbunden werden sollen, etwa bei der Kabelverlängerung, der Reparatur von Faserbrüchen oder der Anbindung von Pigtails an Fasern in Muffen.
Mechanische Spleiße
Mechanische Spleiße richten die Faserenden in einer präzisen Führungshülse aus und fixieren sie mit einem transparenten Gel oder Kleber, der den Brechungsindex an das Glas anpasst. Sie erfordern kein teures Gerät, erreichen jedoch typische Dämpfungswerte von 0,2 bis 0,5 dB und sind für temporäre Reparaturen und Installationen ohne Stromversorgung geeignet.
Fusionsspleiße
Fusionsspleiße verschmelzen die Faserenden durch einen Lichtbogen zu einer durchgehenden Glasstrecke und sind das bevorzugte Verfahren für permanente Installationen. Die Einfügedämpfung liegt bei korrekter Ausführung unter 0,05 dB, die Rückflussdämpfung ist nahezu unendlich. Moderne Fusionsspleißgeräte richten die Fasern automatisch aus und prüfen das Ergebnis per optischer Dämpfungsmessung oder Zugtest.