RFC 2047 – MIME (Multipurpose Internet Mail Extensions) Part Three: Message Header Extensions for Non-ASCII Text

StatusDraft Standard
VeröffentlichtNovember 1996
ErsetztRFC 1521, RFC 1522, RFC 1590
Volltextrfc-editor.org/rfc/rfc2047

RFC 2047 spezifiziert Erweiterungen für die Headerfelder von RFC 822 (STD 11), damit nicht-ASCII-Zeichen in Kopfzeilen von E-Mail-Nachrichten verwendet werden können. Da viele Bestandssysteme Header nicht korrekt verarbeiten, falls sie Sonderzeichen enthalten, wurde ein Mechanismus definiert, der auf sogenannten "encoded-words" basiert – einer codierten Darstellung von Nicht-ASCII-Text, die ausschließlich aus druckbaren ASCII-Zeichen besteht.

Ein "encoded-word" folgt dem Schema "=?charset?encoding?text?=". Der Encoding-Teil kann entweder "Q" (Quoted-Printable, meist für Zeichensätze mit Latin-Basis) oder "B" (Base64, für beliebige Zeichensätze) sein. Der codierte Text wird darin gemäß dem gewählten Encoding als ASCII dargestellt. Diese Konstrukte werden anstelle der originalen, nicht-ASCII-Zeichen in die Headerfelder eingesetzt, sodass sie von älteren MTAs nicht beschädigt werden, da sie wie normale "atoms" (Atom-Tokens) gemäß RFC 822 aussehen.

Historisch ist RFC 2047 ein zentraler Bestandteil der MIME-Spezifikation (Teil 3). Es ermöglicht erstmals internationalisierte Betreffzeilen, Absendernamen oder andere Headerinhalte und wird bis heute in praktisch jedem E-Mail-Client umgesetzt. Obwohl modernere Ansätze (wie EAI nach RFC 6531) existieren, bleibt RFC 2047 für die Abwärtskompatibilität im gesamten ASCII-basierten E-Mail-Ökosystem unverzichtbar.