RFC 1521 – MIME (Multipurpose Internet Mail Extensions) Part One: Mechanisms for Specifying and Describing the Format of Internet Message Bodies
Überholt: ersetzt durch RFC 2045, RFC 2046, RFC 2047, RFC 2048, RFC 2049.
| Status | Draft Standard |
|---|---|
| Veröffentlicht | September 1993 |
| Ersetzt | RFC 1341 |
| Volltext | rfc-editor.org/rfc/rfc1521 |
RFC 1521 definiert MIME (Multipurpose Internet Mail Extensions) als Erweiterung des RFC-822-Formats für Internet-E-Mail. Während RFC 822 den Nachrichtenkörper auf reinen ASCII-Text beschränkt, spezifiziert RFC 1521 Mechanismen zur Darstellung mehrteiliger sowie nicht-textueller Inhalte wie Bilder, Audio oder formatierter Text in verschiedenen Zeichensätzen. Es führt die zentralen Header-Felder MIME-Version, Content-Type und Content-Transfer-Encoding ein.
Der Kern des Protokolls besteht aus einem Typisierungs- und Kodierungssystem. Der Content-Type-Header definiert Datenformat und Subtyp (z. B. text/plain, image/jpeg, multipart/mixed). Das Content-Transfer-Encoding legt fest, wie Binärdaten für den Transport über 7-Bit-SMTP in ASCII umgewandelt werden, etwa durch Base64 oder Quoted-Printable. Mehrteilige Nachrichten werden durch Grenzmarkierungen (Boundaries) getrennt.
Historisch löste RFC 1521 eine fundamentale Beschränkung von RFC 822 und ermöglichte erstmals multimediale E-Mail im Internet. Es wurde zum grundlegenden Standard für E-Mail-Anhänge und wird bis heute von fast allen E-Mail-Clients und Servern unterstützt. Trotz späterer Überarbeitungen (RFC 2045–2049) bleiben die in RFC 1521 festgelegten Konzepte und Header-Felder die unveränderte Basis moderner Internet-E-Mail.