RFC 2453 – RIP Version 2
| Status | Internet Standard |
|---|---|
| Veröffentlicht | November 1998 |
| Ersetzt | RFC 1723 |
| Volltext | rfc-editor.org/rfc/rfc2453 |
RFC 2453 definiert RIP Version 2, eine Erweiterung des Routing Information Protocol (RIP) für IPv4. Es erweitert die ursprüngliche Spezifikation um die Übertragung von Subnetzmasken, einer Route-Tag, einer Next-Hop-Angabe sowie einer Authentifizierungsmöglichkeit. Diese Erweiterungen adressieren zentrale Einschränkungen von RIP-1, dem die Fähigkeit fehlte, Subnetzinformationen zu transportieren, was in modernen, subnettierten IP-Netzen zu Fehlinterpretationen der Routing-Tabellen führen konnte. RIP-2 bleibt ein reines Distance-Vector-Protokoll, das auf dem Bellman-Ford-Algorithmus basiert.
Der Kern des Protokolls funktioniert unverändert: Router tauschen in regelmäßigen Abständen (standardmäßig alle 30 Sekunden) ihre vollständigen Routing-Tabellen aus. Jeder Eintrag enthält die Zielnetzadresse, die Metrik (Anzahl der Hops) und neu bei RIP-2 die Subnetzmaske. Der Route-Tag erlaubt die Unterscheidung zwischen internen und externen Routen, etwa aus anderen Routing-Protokollen. Die Next-Hop-Angabe optimiert das Routing, indem sie einen alternativen Router als nächsten Hop vorschlägt. Authentifizierung wird durch einen speziellen Eintrag im ersten Routing-Update ermöglicht, um die Sicherheit gegen Fälschungen zu erhöhen. RIP-2 kann Updates wahlweise per Broadcast oder Multicast versenden, was die Belastung von Hosts reduziert, die nicht am Routing teilnehmen.
Historisch gesehen war RIP-2 ein wichtiger Schritt, um das weit verbreitete, aber veraltete RIP-1 an die Anforderungen der wachsenden Internet-Infrastruktur anzupassen, ohne das grundlegende, einfach zu implementierende Distance-Vector-Verfahren aufzugeben. Obwohl es in großen oder komplexen Netzwerken durch leistungsfähigere Protokolle wie OSPF ersetzt wurde, bleibt RIP-2 für kleine bis mittelgroße Netzwerke aufgrund seiner Einfachheit und geringen Konfigurationsanforderungen relevant. Die Ab