Netzwerkprotokolle
Ein Protokoll ist eine Vereinbarung darüber, wie zwei Systeme Daten austauschen: welches Format gilt, wer wann sendet, wie Fehler behandelt werden. Weil kein einzelnes Protokoll alle Aufgaben lösen kann, sind sie in Schichten organisiert — jede nutzt die darunterliegende und stellt der darüberliegenden einen Dienst bereit. Diese Ordnung ist zugleich der beste Zugang zu dieser Kategorie.
Auf der Sicherungsschicht geht es um die Übertragung zwischen unmittelbar benachbarten Geräten. Zugriffsverfahren wie CSMA/CD und CSMA/CA regeln, wer auf ein geteiltes Medium senden darf; ARP verbindet Netzwerkadressen mit den Hardwareadressen des lokalen Segments.
Auf der Vermittlungsschicht steht IP mit Adressierung, Netzmasken und Fragmentierung. Hier liegen auch NAT, das Adressknappheit überbrückt und dabei die Ende-zu-Ende-Erreichbarkeit aufgibt, sowie ICMP für Diagnose und Rückmeldungen.
Die Transportschicht kennt zwei Grundhaltungen: TCP stellt eine gesicherte Verbindung her, nummeriert, quittiert und wiederholt — mit Mechanismen wie Sliding Window, MSS und dem Nagle-Algorithmus. UDP verzichtet auf all das und ist deshalb dort im Vorteil, wo Verzögerung schwerer wiegt als Verlust.
Darüber liegen die Anwendungsprotokolle für Namensauflösung, Dateiübertragung, Mail, Verzeichnisdienste, Zeitsynchronisation und Netzverwaltung.
Quer dazu stehen zwei weitere Gruppen: Verfahren zur Dienstgüte, die Verkehr priorisieren und Verzögerung begrenzen, und Protokolle für Redundanz, die Ausfälle einzelner Komponenten auffangen. Beide greifen auf mehreren Schichten zugleich an und lassen sich deshalb nicht sauber einordnen — was beim Nachschlagen zu bedenken ist.
- Address Resolution Protocol (ARP) Das Address Resolution Protocol (ARP) stellt Verbindungen zwischen Hardwareadressen (z.B. Ethernet) und IP-Protokolladressen her, indem es ARP-Requests per MAC-Broadcast sendet und die Zuordnung im ARP-Cache speichert.
- ALOHA ALOHA ist das Zugriffsprotokoll des ALOHAnet, einem Funknetz auf Hawaii, und definiert ein Zugriffsverfahren ohne Kanalabtastung in den Versionen pure und slotted.
- Alternating Bit Protocol (ABP) Das Alternating Bit Protocol (ABP) ist ein einfaches Data Link Layer Protokoll, das von Tanenbaum erwähnt wird. Eine praktische Anwendung ist nicht bekannt.
- AppleTalk AppleTalk ist ein in den 1980er Jahren von Apple entwickelter Protokollstack, der zugunsten von TCP/IP aufgegeben wurde.
- AppleTalk Address Resolution Protocol (AARP) AARP (AppleTalk Address Resolution Protocol) übersetzt AppleTalk-Node-Adressen in MAC-Adressen und ist Teil des AppleTalk-Protokollstacks.
- Asynchronous Transfer Mode (ATM) Asynchronous Transfer Mode (ATM) ist eine Technologie zur Datenübertragung mit 53 Byte großen Zellen, die vor allem in Weitverkehrsnetzen eingesetzt wird.
- ATM Adaption Layer (AAL) ATM Adaptation Layer (AAL) im ATM-Protokollstack passt Dienste verschiedener Anwendungen an die ATM-Schicht an und unterteilt sich in verschiedene Servicetypen.
- Automatic Private IP Adressing (APIPA) Automatic Private IP Adressing (APIPA) erlaubt die automatische Konfiguration von Netzwerkschnittstellen, indem es sich eine zufällige IP-Adresse aus dem Bereich 169.254.1.0 bis 169.254.254.255 zuweist und die Adresse via ARP auf Konflikte prüft.
- Berkeley Broadcast Address Berkeley Broadcast Address bezeichnet eine Broadcast-Adresse, bei der alle Bits auf Null gesetzt sind. Diese All-Zero-Broadcast wurde in frühen BSD Unix-Versionen verwendet und ist heute kaum noch gebräuchlich.
- Best Effort Best Effort bezeichnet die Weiterleitung ohne Zusicherungen. Das Netz bemüht sich um Zustellung, garantiert aber nichts.
- Bitübertragungsschicht Die Bitübertragungsschicht (Physical Layer) ist die unterste Schicht im OSI-Modell und beschreibt Spannungspegel, Leitungscodes, Timing und Steckverbindungen.
- Bonjour Bonjour ist Apples Implementierung von Zeroconf und APIPA zur automatischen Netzwerkkonfiguration ohne manuellen Aufwand.
- Border Gateway Protocol (BGP) Border Gateway Protocol (BGP) ist ein Routingprotokoll für die Wegefindung in IP-Netzwerken, das über eine TCP-Verbindung zwischen Peers kommuniziert und in Version 4 das Routing im Internet ermöglicht.
- Broadcast Ein Broadcast ist eine Rundsendenachricht, die in einem Netz von allen Stationen empfangen wird. Die Adressierung erfolgt auf Layer 2 an die MAC-Adresse ff:ff:ff:ff:ff:ff, in IP-Netzen sind alle Hostbits auf 1 gesetzt.
- Carrier Sense Multiple Access / Collision Avoidance (CSMA/CA) CSMA/CA (Carrier Sense Multiple Access / Collision Avoidance) ist ein Zugriffsverfahren zur Kollisionsvermeidung, das in Wireless LANs eingesetzt wird.
- Carrier Sense Multiple Access/Collision Detection (CSMA/CD) Carrier Sense Multiple Access/Collision Detection (CSMA/CD) ist das Zugriffsverfahren im Ethernet, bei dem Stationen vor dem Senden das Medium prüfen und nach einer erkannten Kollision den Sendevorgang abbrechen, um nach einer zufälligen Wartezeit erneut zu versenden. Auf Vollduplexverbindungen wird CSMA/CD nicht genutzt.
- Cisco Discovery Protocol (CDP) Das Cisco Discovery Protocol (CDP) ist ein von Cisco entwickeltes Layer-2-Protokoll zur medien- und protokollunabhängigen Erkennung benachbarter Geräte und liefert Informationen wie Hostname, IP-Adresse und Interfacebezeichnung.
- Cisco Group Management Protocol (CGMP) CGMP (Cisco Group Management Protocol) ist eine Cisco-Erweiterung zu IGMP, die unnötigen Multicast-Traffic in Netzwerken verhindert.
- Class-Based Weighted Fair Queuing (CBWFQ) Class-Based Weighted Fair Queuing (CBWFQ) ist ein Queueing-Algorithmus für Netzwerke, der Datenpakete in Klassen einteilt und bei Überlastsituationen priorisiert weiterleitet, wobei Daten mit niedriger Priorität zuerst verworfen werden.
- Common Address Redundancy Protocol (CARP) CARP (Common Address Redundancy Protocol) ist ein Netzwerkprotokoll zur Schaffung hochverfügbarer Gateways durch ein virtuelles Gateway aus mehreren physikalischen Maschinen.
- Common Internet File System (CIFS) Das Common Internet File System (CIFS) ist eine von Microsoft als Erweiterung zu SMB geschaffene Protokollimplementierung, die Datei- und Druckerfreigabe sowie RPC bietet und das Kommunikationsprotokoll aller aktuellen Windows-Versionen darstellt.
- Connectionless Network Protocol (CLNP) CLNP (Connectionless Network Protocol) ist das verbindungslose Netzwerkprotokoll der OSI auf Ebene 3 des ISO/OSI-Modells und arbeitet ähnlich wie IP mit Feldern wie Adressen, Flags, PDU Lifetime und Protocol ID.
- Data Center Quantized Congestion Notification (DCQCN) DCQCN ist das verbreitete Stauregelungsverfahren für RoCEv2: Es kombiniert ECN-Markierung im Switch mit Ratenregelung in der Netzwerkkarte.
- Data Link Switching (DLSW) Data Link Switching (DLSW) ist ein Protokoll zur Übertragung nicht routbarer Protokolle wie IBM SNA oder NetBIOS über TCP/IP-Netze, definiert in RFC 1434.
- Data Over Cable Service Interface Specification (DOCSIS) DOCSIS ist der Standard für Datenübertragung über Kabelnetze. Er legt fest, wie das Koaxialnetz zwischen Kopfstelle und Modem genutzt wird.
- Datagram Congestion Control Protocol (DCCP) Das Datagram Congestion Control Protocol (DCCP) ist ein minimalistisches Transportprotokoll für den Aufbau ungesicherter Verbindungen mit integrierter Überlastkontrolle bei geringem Overhead.
- Delay Tolerant Networks Delay Tolerant Networks sind verzögerungstolerante Netzwerke, die für Kommunikation unter extremen Verzögerungen und Unterbrechungen ausgelegt sind.
- DHCP Snooping Mit DHCP-Snooping lassen sich Angriffe auf das DHCP-Protokoll verhindern.
- DHCP-Relay DHCP-Relays oder IP-Helper leiten DHCP-Broadcasts an festgelegte DHCP-Server weiter.
- DICT Protocol Das DICT Protocol ist ein Netzwerkprotokoll für den Zugriff auf Wörterbuch-Server (Dictionary Server).
- Differentiated Services Code Point (DSCP) Der DSCP markiert im IP-Header die gewünschte Behandlung eines Pakets. Er ist eine Kennzeichnung für QoS, keine Zusicherung.
- Digital Subscriber System 1 (DSS1) DSS1 (Digital Subscriber System 1) ist das Signalisierungsprotokoll für den D-Kanal im Euro-ISDN und steuert den Verbindungsaufbau und -abbau.
- Distributed Queue Dual Bus (DQDB) Distributed Queue Dual Bus (DQDB) ist eine Netzwerktechnik für Metropolitan Area Networks, die einen Doppelbus aus Glasfaserkabel nutzt und in IEEE 802.6 standardisiert ist, mit Transferraten von 600 MBit/s.
- Domain Name System (DNS) Das Domain Name System (DNS) ist ein Dienst für die Namensauflösung im Internet und löst Hostnamen zu IP-Adressen (Forward Lookup) oder umgekehrt (Reverse Lookup) auf. Es arbeitet client-serverbasiert und nutzt Port 53 mit UDP oder TCP.
- dotted decimal notation Die dotted decimal notation ist eine Schreibweise von IP-Adressen, bei der 32-Bit-Zahlen als vier durch Punkte getrennte Bytes von 0 bis 255 dargestellt werden.
- Dynamic ARP Inspection (DAI) DAI bietet Schutz vor ARP-Poisoning
- Dynamic Host Configuration Protocol (DHCP) Protokoll für die dynamische Konfiguration von TCP/IP-Informationen.
- Dynamic Trunking Protocol (DTP) Das Dynamic Trunking Protocol (DTP) von Cisco ist ein Netzwerkprotokoll zur automatischen Konfiguration von Trunks und ausgeht die verwendete Encapsulation wie ISL oder IEEE 802.1q aus.
- Dynamisches DNS (DynDNS) Dynamisches DNS (DynDNS) erlaubt das dynamische Anmelden wechselnder IP-Adressen zu Hostnamen für DSL-Anschlüsse mit dynamischen IP-Adressen.
- E.164 E.164 ist ein Adressierungs-Standard der ITU für öffentliche Kommunikationsnetze. Eine Rufnummer nach E.164 setzt sich aus Landescode, Ortsnetzkennzahl und Teilnehmernummer zusammen.
- Encapsulation Encapsulation (Verkapselung) beschreibt im OSI-Modell das schrittweise Hinzufügen von Protokoll-Headern auf jeder Schicht beim Sender, die der Empfänger beim Decapsulieren wieder entfernt.
- Encryption Control Protocol (ECP) Encryption Control Protocol (ECP) ermöglicht die Verschlüsselung von Daten bei PPP-Verbindungen.
- ephemeral Port Ein ephemeral Port (auch dynamischer Port genannt) ist der Port den der Sender beim Aufbau einer TCP/IP-Verbindung als Portnummer vergibt.
- Etherchannel Etherchannel ist Ciscos Markennamen für ein Verfahren zur Link Aggregation
- Ethertype Der EtherType kennzeichnet im Ethernet-Rahmen, welches Protokoll die Nutzdaten trägt. Werte ab 1536 sind EtherTypes, darunter Längenangaben.
- Fiber Channel Fibre Channel ist ein Netzwerkprotokoll für Speichernetze (Storage Area Networks, SAN), das hohe Datenraten und sehr geringe Latenz über Glasfaser und Kupfer bietet. Es ist als verlustfreies, blockorientiertes Protokoll für den Zugriff auf Festplatten und Bandlaufwerke optimiert.
- Fiber Channel over IP (FCIP) Fiber Channel over IP (FCIP) überträgt das Fiber-Channel-Protokoll über IP-Netze, ermöglicht kostengünstige SAN-Verbindungen über LAN/WAN und ist in RFC 3821 definiert.
- File Transfer Protocol (FTP) File Transfer Protocol (FTP) ist ein TCP-basiertes Protokoll zur Dateiübertragung zwischen Rechnern mit geringem Protokolloverhead.
- Forward Explicit Congestion Notification (FECN) Forward Explicit Congestion Notification (FECN) ist ein Mechanismus zur Flusskontrolle im Frame Relay, der per Bit im Header den Empfänger über eine Überlastsituation informiert.
- FTP over SSL (FTPS) FTPS (FTP over SSL) ist ein verschlüsseltes Dateiübertragungsverfahren, das auf FTP basiert und SSL für die Verschlüsselung nutzt.
- Fully Qualified Domain Name (FQDN) Fully Qualified Domain Name (FQDN) ist der vollständige Hostname, der aus dem Hostnamen und dem Domainnamen besteht, wie z. B. www.nwlab.net.
- GARP Multicast Registration Protocol (GMRP) Das GARP Multicast Registration Protocol (GMRP) verhindert durch gezielte Registrierung von Multicastgruppen das Fluten von Multicast-Traffic in Netze ohne Empfänger und ist Bestandteil von IEEE 802.1P.
- Gateway Load Balancing Protocol (GLBP) Das Gateway Load Balancing Protocol (GLBP) von Cisco erhöht die Verfügbarkeit von Routern in LAN-Umgebungen, indem es ein hochverfügbares Standard-Gateway bereitstellt und Lastverteilung ermöglicht.
- Generic Routing Encapsulation (GRE) Generic Routing Encapsulation (GRE) ist ein Protokoll zum Tunnel von IP und anderen Protokollen durch IP-Netzwerke, beschrieben in RFC 2784.
- Generic VLAN Registration Protocol (GVRP) GVRP (Generic VLAN Registration Protocol) ist ein Netzprotokoll zur dynamischen Verwaltung und automatischen Konfiguration von VLANs in einem Netzwerk.
- Ghost Frame Ghost Frame bezeichnet ein Ethernet-Datenpaket mit fehlerhafter Preamble oder fehlerhaftem Start-Delimiter. Auch störungsbedingte frameähnliche Signale fallen darunter und werden von Switches als Fehler erkannt und verworfen.
- H.323 H.323 ist eine ITU-Standardfamilie für Sprach- und Videoübertragung in Datennetzen und wird von einigen VoIP-Applikationen genutzt.
- Head-of-Line-Blocking (HOL) Head-of-Line-Blocking (HOL) bezeichnet das Problem in Switches, bei dem ein blockierter Frame am Anfang der Input-Queue die Weiterleitung nachfolgender Frames an freie Ports verhindert und die HOL-Blocking Prevention mildert dies durch Verwerfen oder Umsortieren.
- Header Error Check (HEC) Header Error Check (HEC) ist ein Verfahren zur Fehlererkennung im ATM-Header, bei dem eine Prüfsumme im fünften Byte gespeichert wird, die nur über den Header gebildet wird.
- High-Level Data Link Control (HDLC) HDLC (High-Level Data Link Control) ist ein ISO-Protokoll für Layer 2 sowie ein proprietäres Protokoll von Cisco, das in Frame Relay- und ISDN-Netzen eingesetzt wird.
- Hot Standby Router Protocol (HSRP) HSRP steht für Hot Standby Router Protocol und wurde von Cisco entwickelt, um die Verfügbarkeit des Default Routers für Clients zu erhöhen, indem mehrere physische Router einen virtuellen Router bilden.
- Hypertext Transfer Protocol (HTTP) HTTP (Hypertext Transfer Protocol) ist ein TCP-basiertes Protokoll zur Datenübertragung, das im World Wide Web die Kommunikation zwischen Webserver und Webbrowser ermöglicht.
- IEEE 802.3x IEEE 802.3x ist ein Standard für Flow Control bei Full Duplex Ethernet, der im Anhang 31B von IEEE 802.3 beschrieben wird und mit Pause-Frames an die Multicast MAC-Adresse 01-80-C2-00-00-01 arbeitet.
- IGMP Snooping IGMP Snooping ist eine Switch-Eigenschaft, die durch Überwachen von IGMP-Traffic Multicast-Daten nur an Ports weiterleitet, die einer Gruppe beigetreten sind, und so unnötiges Fluten im Netzwerk verhindert.
- Infiniband InfiniBand ist ein verlustfreier Interconnect mit eigenem Protokollstack für HPC- und KI-Cluster, spezifiziert von der IBTA seit 1999.
- Inter Switch Link (ISL) Inter Switch Link (ISL) ist ein von Cisco definiertes Protokoll zur Übertragung von Frames aus mehreren VLANs auf einem Trunk, wobei der IEEE-Standard hierfür 802.1q ist.
- InterAsterisk eXchange (IAX) InterAsterisk eXchange (IAX) ist ein Protokoll der Telefonanlage Asterisk, das für VoIP genutzt wird und sich durch geringen Overhead sowie problemlosen Betrieb über NAT-Router auszeichnet.
- Intermediate System-to-Intermediate System (IS-IS) Intermediate System-to-Intermediate System (IS-IS) ist ein von Radia Perlman entwickeltes OSI-Routingprotokoll, das heute als IGP in IP-Netzen verwendet wird.
- Internet Control Message Protocol (ICMP) Das Internet Control Message Protocol (ICMP) überträgt Status- und Fehlernachrichten in der TCP/IP-Suite und wird von Ping zur Erreichbarkeitskontrolle eines IP-Hosts genutzt.
- Internet Fiber Channel Protocol (iFCP) Internet Fiber Channel Protocol (iFCP) ist ein Protokoll für die Anbindung von Speichernetzen (SAN).
- Internet Group Management Protocol (IGMP) IGMP (Internet Group Management Protocol) ist ein Bestandteil der TCP/IP-Protokollfamilie und dient dem Management von Multicast. Es wird über IP übertragen und hat die Protokollnummer 2.
- Internet Message Access Protocol (IMAP) Internet Message Access Protocol (IMAP) ist ein Protokoll zur Verwaltung von Mails auf einem IMAP-Server, wobei der Client Mails direkt auf dem Server lesen und bearbeiten kann.
- Internet Protocol (IP) Internet Protocol (IP) ist ein Netzwerkprotokoll der TCP/IP-Familie auf der Netzwerkschicht (Layer 3) des OSI-Modells und adressiert Datenpakete über IP-Adressen mit 4 Byte in dezimaler Punktnotation.
- Internet SCSI (iSCSI) iSCSI (Internet SCSI, Aussprache: ei-skasie) ist ein Protokoll zur Übertragung von SCSI-Kommandos über IP-Netze und eignet sich zum Anschluss von Storage Area Networks (SAN).
- Internetwork Packet Exchange (IPX) Internetwork Packet Exchange (IPX) ist das routbare Networklayer-Protokoll von Novell Netware und kann über Token Ring und Ethernet übertragen werden.
- Internetwork Packet eXchange Fragmentation (IPXF) Internetwork Packet eXchange Fragmentation (IPXF) ist eine Erweiterung von Novells Protokoll IPX, die gemäß RFC 1791 die Übertragung großer Datenpakete durch Fragmentierung ermöglicht.
- Internetworking Internetworking bezeichnet die Verbindung mehrerer Netze, die auf verschiedenen Topologien und Protokollen basieren können, wobei zur Kopplung häufig Router eingesetzt werden.
- Konvergenzzeit Die Konvergenzzeit ist die Zeitspanne, die ein Spanning-Tree-Netzwerk nach einer Topologieänderung benötigt, um wieder einen stabilen, schleifenfreien Zustand zu erreichen. Während dieser Zeit sind Teile des Netzes nicht erreichbar, weshalb schnelle Konvergenz ein zentrales Qualitätsmerkmal moderner STP-Varianten wie RSTP ist.
- Latency Latency bezeichnet im Englischen die Latenz und wird in Netzwerken zur Angabe einer Wartezeit oder Verzögerung verwendet.
- Layer 2 Tunneling Protocol (L2TP) Layer 2 Tunneling Protocol (L2TP) ist ein Tunnelprotokoll, das von Internet Service Providern zum Tunneln von Daten durch fremde Netze eingesetzt wird.
- LDAP Data Interchange Format (LDIF) LDAP Data Interchange Format (LDIF) ist ein ASCII-kodiertes Datenformat zur Darstellung von Informationen aus LDAP, beschrieben in RFC 2849.
- Leaky Bucket Leaky Bucket ist ein Verfahren für das Traffic-Shaping in Datennetzen, das mit einer FIFO-Schlange arbeitet und burst-artigen Verkehr in kontinuierlichen Traffic umwandelt.
- Lightweight Directory Access Protocol (LDAP) Lightweight Directory Access Protocol (LDAP) ist ein Netzwerkprotokoll für die Abfrage und Veränderung eines Verzeichnisdienstes und eine vereinfachte Form des DAP aus dem X.500-Standard.
- Line Pinter Daemon (LPD) LPD (Line Printer Daemon) ist ein Netzwerkprotokoll zur Anbindung von Netzwerkdruckern an TCP/IP-Netze.
- Link Aggregation Control Protocol (LACP) Das Link Aggregation Control Protocol (LACP) nach IEEE 802.3ad bündelt dynamisch physikalische Interfaces zu einem logischen Netzwerkinterface. Die daraus entstehende Verbindung wird als Link Aggregation Group (LAG) oder EtherChannel bezeichnet. Durch den Einsatz von LACP kann Redundanz/Ausfallsicherheit und Lastverteilung erreicht werden.
- Link Control Protocol (LCP) Link Control Protocol (LCP) ist ein Bestandteil von PPP und dient dem Austausch bestimmter Informationen beim Verbindungsaufbau einer PPP-Verbindung.
- Link Layer Discovery Protocol (LLDP) Mit dem Link Layer Discovery Protocol (LLDP) kommunizieren Geräte auf dem OSI-Layer 2.
- Local Mail Transfer Protocol (LMTP) Das Local Mail Transfer Protocol (LMTP) nach RFC 2033 ist ein Übertragungsprotokoll für Emails als Variante des SMTP für lokale Zustellungen.
- Loopback-Adapter Ein Loopback-Adapter ist eine virtuelle Netzwerkkarte, die alle gesendeten Daten sofort wieder empfängt und für den Zugriff auf lokale Server benötigt wird. TCP/IP reserviert das Netz 127.0.0.0/8 für das Loopback-Interface, wobei häufig die Adresse 127.0.0.1 verwendet wird.
- Management Information Base (MIB) Management Information Base (MIB) ist eine Datenbasis für das Netzwerkmanagement mit allen Eigenschaften einer Komponente, die zum Beispiel mit SNMP abgefragt werden kann.
- Maximum Segment Size (MSS) Die Maximum Segment Size (MSS) gibt in Bytes die maximale Nutzlast eines TCP-Segments an und wird beim Session-Aufbau dem Kommunikationspartner mitgeteilt, wobei im Ethernet oft 1460 Byte verwendet werden.
- Maximum Transmission Unit (MTU) Die Maximum Transmission Unit (MTU) gibt die maximale Größe der Nutzdaten in einem Datenpaket an, im Ethernet beträgt sie 1500 Byte.
- Maximum Transmission Unit (MTU) Die Maximum Transmission Unit (MTU) definiert die maximale Größe eines IP-Pakets, das über eine Netzwerkschnittstelle bzw. einen Netzwerkpfad ohne Fragmentierung übertragen werden kann.
- Microsoft Point-To-Point Compression Protocol (MPPC) Das Microsoft Point-To-Point Compression Protocol (MPPC) komprimiert Daten auf Punkt-zu-Punk-Verbindungen über PPP mittels LZ-Komprimierung mit einem 8192-Byte-Buffer und ist im RFC 2118 beschrieben.
- MLAG MLAG (Multi-Chassis Link Aggregation Group) ermöglicht die Bündelung von Ethernet-Verbindungen eines Endgeräts zu zwei separaten Switches, die sich nach außen wie ein einziger logischer Switch verhalten. Es bietet volle Bandbreite und Ausfallsicherheit auf Switch-Ebene, ohne dass das Endgerät spezielle Protokolle unterstützen muss.
- Multilink PPP (MLPPP) Multilink PPP (MP) nach RFC 1990 bündelt mehrere PPP-Verbindungen zu einem logischen Link mit Fragmentierung und Sequenznummerierung.
- Multipurpose Internet Mail Extensions (MIME) Das Kodierstandard Multipurpose Internet Mail Extensions (MIME) dient zur Kodierung von Emails und teilt dem Empfänger den Content-Type der übermittelten Daten mit.
- Nagle-Algorithmus Der Nagle-Algorithmus reduziert viele kleine TCP-Segmente, indem der Sender wartet, bis sich genügend Daten angesammelt haben, um den Protokolloverhead zu verringern.
- NAT Traversal TCP/IP über NAT-Router
- NetBIOS Extended User Interface (NetBEUI) NetBEUI (NetBIOS Extended User Interface) ist das Transportprotokoll für NetBIOS, das in lokalen Netzwerken eingesetzt wird.
- Netware Core Protocol (NCP) Netware Core Protocol (NCP) ist ein von Novell entwickeltes Netzwerkprotokoll, das auf den OSI-Layern 5 bis 7 arbeitet.
- Network Address Translation (NAT) Network Address Translation (NAT) ist ein Verfahren zur Übersetzung von IP-Adressen. So kann ein ein Router beispielsweise private IP-Adressen (RFC 1918) in öffentliche Adressen übersetzen.
- Network Basic Input Output System (NetBIOS) NetBIOS (Network Basic Input Output System) ist eine API für die Netzwerkprogrammierung.
- Network Data Management Protocol (NDMP) NDMP (Network Data Management Protocol) ist ein Standardprotokoll für netzwerk-basiertes Backup von NAS-Servern, das von Anbietern wie EMC, Network Appliance und VERITAS unterstützt wird.
- Network File System (NFS) Network File System (NFS) ist ein von Sun Microsystems entwickeltes Protokoll zum Dateizugriff über das Netzwerk, das vor allem auf UNIX- und Linux-Systemen genutzt wird.
- Network Layer Protocol Identifier (NLPID) Der Network Layer Protocol Identifier (NLPID) ist das erste Feld in der OSI-Network Protocol Data Unit (NPDU) und spezifiziert das Protokoll der nächsthöheren Schicht, um die Übertragung mehrerer Protokolle über einen physikalischen Link zu ermöglichen.
- Network News Transfer Protocol (NNTP) NNTP (Network News Transfer Protocol) wird zum Austausch von Artikeln im Usenet genutzt.
- Network Time Protocol (NTP) NTP (Network Time Protocol) ist ein Protokoll zum Zeitabgleich über TCP/IP-Netzwerke, das auf einer Client-Server-Architektur basiert und die Systemzeit über Port 412 synchronisiert.
- Netzmaske Die Netzmaske trennt eine IP-Adresse in Netz- und Hostanteil. Bei IPv4 hat sie 32 Bit, bei IPv6 spricht man von der Präfixlänge.
- Non-Broadcast Multiple Access (NBMA) NBMA (Non-Broadcast Multiple Access) ist ein Netzwerktyp, der in OSPF verwendet wird und mehrere Stationen ohne Broadcast-Funktion verbindet, wie X.25 und Frame Relay.
- Notes-RPC (NRPC) Notes-RPC (NRPC) ist das Netzwerkprotokoll der Groupware Lotus Notes und eine Variante von RPC.
- Open Shortest Path First (OSPF) OSPF (Open Shortest Path First) ist ein von der IETF entwickeltes Interior Gateway Protocol für IP-Netzwerke, das den SPF-Algorithmus zur Wegeberechnung nutzt und für kleine bis mittlere Netzwerke geeignet ist.
- Packet InterNet Groper (Ping) Ping (Packet InterNet Groper) ermittelt mit ICMP Echo Requests und Replies die Packetlaufzeiten (Round Trip Time, RTT) zwischen zwei Computern im TCP/IP-Netzwerk.
- Padding Padding bezeichnet das Auffüllen von Ethernet-Frames auf die minimale Länge von 64 Byte, wenn Nutzdaten fehlen, wobei fehlerhafte Treiber bisweilen fremde Daten statt Nullbytes verwenden.
- Pfadkosten Pfadkosten sind die kumulierten Metriken, mit denen ein Switch die Entfernung zur Root Bridge bewertet. Sie werden aus den Bandbreiten-abhängigen Link-Kosten gebildet und bestimmen, welcher Port zum Root Port wird und welche Pfade aktiv bleiben.
- Point-to-Point Protocol (PPP) PPP (Point-to-Point Protocol) ist ein Protokoll zum Aufbau von Verbindungen über Wählleitungen mit Parameteraustausch und Authentifizierung, nutzbar auch auf Festverbindungen.
- Point-to-Point Tunneling Protocol (PPTP) Das Point-to-Point Tunneling Protocol (PPTP) wurde von Microsoft und Ascend entwickelt und ermöglicht VPN-Verbindungen über IP-Netzwerke durch Einkapselung von PPP-Paketen in GRE.
- Port Aggregation Protocol (PAgP) Das Port Aggregation Protocol (PAgP) von Cisco bündelt mehrere physische Ethernet-Links zu einem logischen Etherchannel.
- Port Forwarding Port Forwarding bezeichnet eine Router-Konfiguration, die eingehende Verbindungen aus dem Internet für bestimmte TCP- oder UDP-Ports an eine interne IP-Adresse im LAN weiterleitet, um Dienste wie einen Webserver hinter dem Router zu betreiben.
- Post Office Protocol Version 3 (POP3) POP3 (Post Office Protocol Version 3) ist ein Protokoll zum Abholen von E-Mails vom Mailserver durch einen Client.
- PPP over ATM (PPPoA) PPPoA (PPP over ATM) ist eine Übertragungstechnik, bei der PPP-Pakete im ATM Adaptation Layer 5 (AAL5) verpackt werden und unter anderem bei ADSL eingesetzt wird.
- PPP over Ethernet (PPPoE) PPPoE (PPP over Ethernet) beschreibt die Verwendung des Point-to-Point Protocols über eine Ethernet-Verbindung zur Authentifizierung und Datenübertragung.
- PPPoE Active Discovery Initiation (PADI) PPPoE Active Discovery Initiation (PADI) ist ein Frame, den der Client beim PPPoE-Verbindungsaufbau als Ethernet-Broadcast sendet, um einen DSL-AC zu finden. Als Antwort wird ein PADO erwartet.
- PPPoE Active Discovery Offer (PADO) PPPoE Active Discovery Offer (PADO) ist eine Nachricht beim PPPoE-Verbindungsaufbau, die der DSL-AC als Antwort auf ein PADI an den User sendet und etwa den Namen des DSL-ACs enthält.
- Preamble Die Preamble kündigt im Ethernet den Start eines Frames an. Sie enthält ein Synchronisationsmuster; bei Ethernet II sind es 8 Bytes (10101010), bei IEEE 802.3 sind es 7 Bytes gefolgt von einem SFD.
- PROFINET PROFINET ist der Industrial-Ethernet-Standard von PI. Von den zwei Ausprägungen CBA und IO ist heute nur noch PROFINET IO in Gebrauch.
- Protocol Independent Multicast (PIM) Protocol Independent Multicast (PIM) ist ein Routingprotokoll für Multicast, das unabhängig von IP-Routingprotokollen wie OSPF oder BGP arbeitet und in den Betriebsarten Dense Mode und Sparse Mode eingesetzt wird.
- PuTTY PuTTY ist eine Software zum Aufbau von SSH und Telnet Verbindungen.
- Q-interface signalling protocol (QSIG) QSIG (Q-interface signalling protocol) ist ein Signalisierungsprotokoll für die Kommunikation zwischen TK-Anlagen und ermöglicht die anlagenübergreifende Nutzung von Leistungsmerkmalen.
- Quality of Service (QoS) Quality of Service (QoS) ist die Dienstgüte in Netzwerken, die verschiedene Dienste identifiziert und priorisiert behandelt, etwa Sprachdaten vor anderen Übertragungen.
- Queue Queue bezeichnet in der Netzwerk- und Kommunikationstechnik eine Warteschlange, in der Datenpakete zwischengespeichert werden, bevor sie verarbeitet oder weitergeleitet werden.
- Random Early Detection (RED) Random Early Detection (RED) ist ein von Sally Floyd und Van Jacobson entwickeltes Verfahren, bei dem Router bei Netzüberlastung zufällig Pakete verwerfen, ohne Sender oder Empfänger explizit zu informieren.
- RDMA over Converged Ethernet v2 (RoCEv2) RDMA over Converged Ethernet, kurz RoCE, ist ein Netzwerkprotokoll, das direkte Speicherzugriffe (RDMA) über Ethernet-Netzwerke ermöglicht.
- Remote Authentication Dial-In User Service (RADIUS) Remote Authentication Dial-In User Service (RADIUS) ist ein Client/Server-Verfahren zur Authentifizierung von Benutzern, wobei mit FreeRADIUS ein freier Server verfügbar ist.
- Remote Desktop Protocol (RDP) Remote Desktop Protocol (RDP) ist ein von Microsoft entwickeltes Netzwerkprotokoll für Terminaldienste zur Fernsteuerung von Windows-Systemen über TCP Port 3389.
- Remote Direct Memory Access (RDMA) RDMA erlaubt Speicherzugriff zwischen Rechnern ohne Beteiligung der CPU und bildet die Grundlage von InfiniBand, RoCEv2, iWARP und Ultra Ethernet.
- Remote Monitoring (RMON) Remote Monitoring (RMON) ermöglicht das Auslesen statistischer Daten aus Netzwerkkomponenten via SNMP und reduziert durch verdichtete Daten die Netzwerklast.
- Remote Procedure Call (RPC) Remote Procedure Call (RPC) ist ein Netzwerkprotokoll von Sun für den Aufruf von Funktionen auf entfernten Systemen, das serverseitig einen Portmapper über TCP- und UDP-Port 111 nutzt.
- Resource Reservation Protocol (RSVP) Resource Reservation Protocol (RSVP) ist ein Signalisierungsprotokoll in TCP/IP-Netzen, mit dem ein Empfänger Ressourcen im Pfad zwischen Sender und Empfänger für Multicast- und Unicast-Übertragungen reservieren kann.
- Robust Header Compression (ROHC) Robust Header Compression (ROHC) ist ein im RFC 3095 beschriebenes Verfahren zur Header-Komprimierung in der TCP/IP-Protokollfamilie, das insbesondere die Datenübertragung in Funknetzen optimiert.
- Round Trip Time (RTT) Round Trip Time (RTT) bezeichnet die Rundreisezeit eines Datenpakets vom Sender zum Empfänger und zurück, die beispielsweise mit Ping gemessen wird.
- Routing Information Protocol (RIP) Das Routing Information Protocol (RIP) ist ein Distanzvektor-Routingprotokoll, das den Bellman-Ford-Algorithmus nutzt und sich aufgrund fehlender VLSM-Unterstützung in Version 1 nur für sehr kleine Netze eignet.
- Secure Shell (SSH) SSH (Secure Shell) ermöglicht verschlüsselte Kommunikation mit Rechnern, wobei Anmeldung und Nutzdaten sicher übertragen werden und auch Zertifikate sowie Tunneling anderer Protokolle wie FTP unterstützt werden.
- Secure Socket (SOCKS) Secure Socket (SOCKS): Ein Proxydienst, der die Übertragung von TCP- und UDP-Datenverkehr zwischen Clients und Servern vermittelt.
- Sequence Packet Exchange (SPX) Sequence Packet Exchange (SPX) ist das verbindungsorientierte Transportlayer-Protokoll von Novell Netware, das normalerweise über IPX übertragen wird.
- Serial Line Internet Protocol (SLIP) Das Serial Line Internet Protocol (SLIP) ist ein einfaches Protokoll zur Übertragung von IP über serielle Punkt-zu-Punkt-Verbindungen, das später durch PPP abgelöst wurde.
- Server Message Block (SMB) Server Message Block (SMB) ist ein ursprünglich von IBM entwickeltes Kommunikationsprotokoll, das unter anderem in Windows und über SAMBA unter Linux genutzt wird.
- Service Location Protocol (SLP) Das Service Location Protocol (SLP) ist ein Netzwerkprotokoll zum Auffinden von Diensten in IP-Netzen und liegt in den Versionen SLP, SLPv2 und SLPv3 vor.
- Session Initiation Protocol (SIP) SIP (Session Initiation Protocol) ist ein Signalisierungsprotokoll für den Aufbau, die Steuerung und den Abbau von Kommunikationssitzungen in Voice over IP (VoIP).
- Session Initiation Protocol Secure (SIPS) Session Initiation Protocol Secure (SIPS) ist eine verschlüsselte Variante von SIP, die zur Signalisierung bei VoIP genutzt wird und die Verbindung zwischen SIP-Telefon und SIP-Server mittels TLS/SSL schützt.
- Shortest Path Bridging (SPB) Shortest Path Bridging (IEEE 802.1aq) ist die IEEE-Antwort auf TRILL und ersetzt das Spanning Tree Protocol durch ein Link-State-Routing auf Layer 2. Es berechnet kürzeste Pfade zwischen allen Switches, nutzt IS-IS als Steuerungsprotokoll und ist vollständig in die 802.1Q-Welt integriert.
- Sieve Sieve ist eine serverseitig arbeitende Sprache zum Filtern von E-Mails nach bestimmten Kriterien.
- Signaling System 7 (SS7) SS7 (Signaling System 7) ist ein Signalisierungssystem im Telefonnetz, das den Nachrichtenaustausch zwischen Vermittlungsstellen steuert.
- Silly Window Syndrome Das Silly Window Syndrome bezeichnet bei TCP eine ineffiziente Fenstervergrößerung, bei der nach einem Zero Window nur minimale Datenmengen übertragen werden, was einen hohen Protokoll-Overhead verursacht.
- Simple Mail Transfer Protocol (SMTP) Das Netzwerkprotokoll Simple Mail Transfer Protocol (SMTP) wird in TCP/IP-Netzen zur Übertragung von E-Mails genutzt und arbeitet auf TCP-Port 25.
- Simple Network Management Protocol (SNMP) Simple Network Management Protocol (SNMP) ist das Protokoll der TCP/IP-Familie für das Netzwerkmanagement: Es ermöglicht das Auslesen und Setzen von Werten in Netzkomponenten sowie das Senden von Ereignismeldungen.
- Simple Network Time Protocol (SNTP) Mit SNTP können Rechner ihre Uhrzeit stellen.
- Simple Service Discovery Protocol (SSDP) Simple Service Discovery Protocol (SSDP) dient der Suche nach UPnP-Geräten im Netzwerk und nutzt UDP Port 1900 sowie die Multicast-Adresse 239.255.255.250.
- Split Multi-Link Trunking (SMLT) Mit SMLT lassen sich mehrere physische Interface zu einem logischen Interface bündeln. SMLT wurde von Nortel entwickelt und wird heute von Extreme Networks in den ehemaligen Avaya- und Nortel-Produktlinien weitergeführt.
- Sub Network Access Protocol (SNAP) SNAP (Sub Network Access Protocol) erweitert den IEEE 802.2 Ethernetframe um eine zusätzliche Protokollidentifikation. AppleTalk verwendet SNAP-Frames.
- Subnetzmaske Subnetzmaske ist eine andere Bezeichnung für Netzmaske und wird bei der Konfiguration der IP-Adresse benötigt.
- Telephone Number Mapping (ENUM) ENUM (Telephone Number Mapping) ist ein Verfahren zur Übersetzung von Telefonnummern nach ITU E.164 in DNS-Namen, das von der DENIC für den deutschen Namensraum 9.4.e164.arpa verwaltet wird.
- Telnet Telnet ist ein Protokoll für den interaktiven Zugriff auf entfernte Systeme über TCP Port 23, das unverschlüsselt alle Daten überträgt und daher nicht sicher ist.
- Time To Live (TTL) TTL (Time To Live) ist ein Feld im IP-Header, das die Lebensdauer von IP-Paketen begrenzt, indem jeder Router den Wert um eins verringert und das Paket bei Erreichen von Null verwirft. Ein Paket kann so maximal 255 Router durchlaufen.
- Topology Change Notification (TCN) Die Topology Change Notification (TCN) ist der Mechanismus, mit dem Switches eine Änderung der Netzwerktopologie an die Root Bridge melden. Diese veranlasst daraufhin alle Switches, ihre MAC-Adresstabellen beschleunigt zu löschen, um veraltete Einträge schnell zu beseitigen.
- Traffic Shaping Traffic Shaping ist ein Verfahren zur Beeinflussung der Datenübertragung, bei dem bestimmte Daten priorisiert und Bandbreiten oder Wichtungen für einzelne Klassen festgelegt werden können.
- Transmission Control Protocol (TCP) TCP (Transmission Control Protocol) ist ein verbindungsorientiertes Protokoll der TCP/IP-Suite auf OSI-Layer 4, das einen Byte Stream Service mit Sliding-Window-Flusssteuerung bereitstellt.
- TRILL TRILL (Transparent Interconnection of Lots of Links) ist ein IETF-Protokoll, das die Baumtopologie des Spanning Tree durch echtes Layer-2-Routing mit kürzesten Pfaden ersetzt. Es nutzt IS-IS zur Wegeberechnung und ermöglicht die aktive Nutzung aller physischen Pfade in vermaschten Netzen.
- Trivial File Transfer Protocol (TFTP) TFTP (Trivial File Transfer Protocol) überträgt Dateien ohne Benutzeranmeldung per UDP und wird häufig für Firmware- oder Konfigurationsdateien genutzt.
- Ultra Accelerator Link (UALink) UALink ist ein offener Scale-up-Interconnect des UALink-Konsortiums mit Speichersemantik für bis zu 1.024 Beschleuniger pro Pod bei 200 Gb/s pro Lane.
- Ultra Ethernet (UET) Ultra Ethernet ist ein offener Kommunikationsstack des Ultra Ethernet Consortium für KI- und HPC-Fabrics mit neuem RDMA-Transport über UDP/IP.
- unicast Unicast bezeichnet im Netzwerk die Kommunikation zwischen genau einem Sender und einem Empfänger. Unicast-Adressen wie 00:02:DD:40:26:F5 (MAC) oder 10.86.1.2 (IP) identifizieren diesen einzigen Zielort.
- UniDirectional Link Detection (UDLD) UniDirectional Link Detection (UDLD) ist ein Layer-2-Verfahren zur Erkennung einseitiger Netzwerkverbindungen zwischen Switches, das STP-Loops verhindert und in den Modi Normal und Aggressiv arbeitet. UDLD erkennt fehlerhafte Kabelverbindungen. Unidirektionale Verbindungen kommen oft bei LWL-Kabel / Glasfaser vor.
- Universal Plug and Play (UPnP) Universal Plug and Play (UPnP) ist eine Technologie zur herstellerübergreifenden Steuerung von Geräten wie Routern über IP-Netzwerke, die standardisierte Protokolle wie IP, UDP und HTML nutzt.
- User Datagram Protocol (UDP) Das User Datagram Protocol (UDP) ist ein verbindungsloses Protokoll der TCP/IP-Suite auf dem Layer 4 des OSI-Modells.
- Variable Bit Rate (VBR) Variable Bit Rate (VBR) beschreibt eine variable Bitrate bei Kodierverfahren, bei der die Bitrate des Ausgangssignals je nach Eingangssignal schwankt.
- Vermittlungsschicht Die Vermittlungsschicht ist Schicht 3 im OSI-Modell, auch Network Layer genannt, und ermöglicht durch Protokolle wie IP und IPX die Wegefindung (Routing) im Netzwerk, wobei Router auf diesem Layer arbeiten.
- Virtual Channel Identifier (VCI) Virtual Channel Identifier (VCI) ist ein Bezeichner für einen virtuellen Channel im ATM und wird auch bei der Einrichtung eines DSL-Modems verwendet, bei T-DSL ist der VCI auf 32 einzustellen.
- Virtual Path Identifier (VPI) Virtual Path Identifier (VPI) ist ein Bezeichner für einen virtuellen Pfad im ATM-Netz, der unter anderem bei der Einrichtung eines DSL-Modems konfiguriert wird; für T-DSL ist der VPI auf 1 einzustellen.
- Virtual Router Redundancy Protocol (VRRP) VRRP (Virtual Router Redundancy Protocol) erhöht die Ausfallsicherheit von Routern, indem es mehrere physische Router zu einem virtuellen zusammenschließt und IP mit Protokollnummer 112 nutzt (RFC 3768).
- VLAN Hopping VLAN Hopping bezeichnet eine Angriffstechnik, die Frames ohne Router in ein anderes VLAN schleust, etwa durch Nachahmen eines Trunks oder doppelt gekapselte VLAN-Header.
- VLAN Trunking Protocol (VTP) VTP (VLAN Trunking Protocol) ist ein von Cisco definiertes Protokoll zur Übertragung von VLAN-Informationen, bei dem VLANs auf dem VTP-Server eingerichtet und automatisch an VTP-Clients propagiert werden.
- VLAN-Tagging VLAN-Tagging beschreibt die Kennzeichnung von Datenframes mit einem Tag zur Angabe ihrer VLAN-Zugehörigkeit gemäß IEEE 802.1Q und wird bei portbasierten VLANs nicht benötigt.
- vPC (vPC) vPC (Virtual Port Channel) ist Ciscos proprietäre MLAG-Implementierung für Nexus-Switches, die Port-Kanäle über zwei physische Chassis hinweg aufspannt. Ein Peer-Link synchronisiert die Zustände beider Switches, sodass Server oder Access-Switches eine einzige logische Verbindung zu einem virtuellen Switch sehen.
- VPN Passthrough VPN hinter einem Router betreiben
- VTP Pruning Normalerweise leitet ein Switch Broadcast und unknown Unicast an alle Ports weiter. Auch über alle Trunks werden diese Frames gesendet. Mit VTP Pruning kann dei Bandbreitennutzung der Trunks verbessert werden. Ist VTP Pruning aktiviert, werden Broadcast-Frames nur noch an einen anderen Switch weitergeleitet, wenn dieser auch ein Interface in diesem VLAN hat.
- VXLAN/EVPN VXLAN ist eine Overlay-Technologie, die Layer-2-Netze durch Kapselung von Ethernet-Frames in UDP-Pakete über ein IP-Netz spannt und den Adressraum auf 16 Millionen logische Netze erweitert. EVPN ergänzt VXLAN um eine BGP-basierte Control Plane, die MAC- und IP-Adressen zwischen den Tunnelendpunkten verteilt und so Flood-and-Learn-Verfahren überflüssig macht.
- WebDAV WebDAV ist ein von der IETF entwickelter Standard für die gemeinsame Bearbeitung von Dokumenten über Netzwerke. Es erweitert HTTP um zusätzliche Header und Methoden und wird von modernen Webservern und Clients unterstützt.
- Weighted Random Early Detection (WRED) Weighted Random Early Detection (WRED) ist ein Verfahren zur Reaktion auf Überlast in Datennetzen. Es verwirft auf Basis von QoS-Informationen wie IP Precedence Bits gezielt unwichtige Pakete.
- WINS (Windows Internet Name Service) (WINS) WINS ist Microsofts Namensdienst zur Auflösung von NetBIOS-Namen in IP-Adressen, eingeführt mit Windows NT 3.5 im Jahr 1994.
- Wireless Internet Service Provider Roaming (WISPr) WISPr ermöglicht das Roaming zwischen WLAN Access Point
- X Display Manager Control Protocol (XDMCP) XDMCP (X Display Manager Control Protocol) dient der Kommunikation zwischen X-Server und X-Client im Netzwerk.
- X.21 X.21 ist ein ITU-T-Standard für eine digitale Datenschnittstelle, die einen 15-poligen Sub-D-Verbinder verwendet und Datenübertragungsgeschwindigkeiten bis zu 10 MBit/s erreicht.
- Zero-touch Provisioning (ZTP) Zero-touch Provisioning erlaubt die automatische Ersteinrichtung von Geräten ohne Benutzereingriff
- Zeroconf Zeroconf bezeichnet die automatische Vergabe von IP-Adressen mit APIPA, ohne zentralen Server.
- Zonentransfer Zonentransfer bezeichnet den Abgleich zwischen DNS-Servern durch Übertragung von Zonendaten zur Synchronisation.